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COMPUTERGRAFIK
Nebel in drei Dimensionen
Redaktion / idw / Pressemitteilung der TU Braunschweig
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9. März 2009

Informatiker der TU Braunschweig haben gemeinsam mit Astronomen aus Mexiko ein Programm entwickelt, durch das planetarische Nebel als dreidimensionale, interaktive Modelle darstellt werden können. Auf diese Weise erhoffen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Gestalt der Nebel. Auch ein Einsatz der Software in Planetarien ist vorgesehen.

Nebel

3D-Rekonstruktion eines astronomischen Nebels. Bild: TU Braunschweig / idw [Großansicht]

Einige Sterne, wie auch unsere Sonne, verwandeln sich am Ende ihres nuklearen Lebens in eindrucksvolle und farbenprächtige Objekte, sogenannte Planetarische Nebel. Die Bilder dieser letzten Phase eines Sternenlebens gehören sicherlich mit zu den faszinierendsten astronomischen Aufnahmen. Doch was man dort sieht sind nur zweidimensionale Ansichten dieser Nebel, konkrete Informationen über ihre räumliche Struktur fehlen in der Regel. Unser Eindruck der Nebel ist durch unseren Blickwinkel von der Erde bestimmt.

Ein neues Computerprogramm des Instituts für Computergraphik der Technischen Universität Braunschweig soll da nun Abhilfe schaffen. Es kann anhand von Fotos ein physikalisch plausibles 3D-Modell von astronomischen Nebeln zu erzeugen. Der große Vorteil der neuen Entwicklung: Das Programm benötigt nur wenige Sekunden, um ein interaktives Modell zu erstellen, durch das der Benutzer in Echtzeit hindurch- oder drumherum fliegen kann.

Das Programm geht zunächst davon aus, dass der Nebel symmetrisch ist. Mit Hilfe dieser Annahme wird das Originalbild dreidimensional reproduziert. Allerdings sind astronomische Nebel in Wirklichkeit nicht exakt spiegelgleich. Daher kann mit dem neuen Verfahren das erstellte 3D-Model individuell verändert und das Nebelmodell automatisch exakt an die Fotos angepasst werden.

Diese Entwicklung ist zum Beispiel für Planetarien interessant. Den Besuchern können realistische Weltraumspaziergänge präsentiert werden. Eine Zusammenarbeit der Wissenschaftler mit dem Wolfsburger Planetarium ist bereits geplant. Aber auch in der astronomischen Forschung wird das Verfahren schon eingesetzt, um die Vorgänge in den planetarischen Nebeln besser zu verstehen.

Die Braunschweiger Forscher Stephan Wenger und der mexikanische Wissenschaftler Juan Aja Fernández haben das Projekt, das unter der Leitung von Prof. Marcus Magnor (TU Braunschweig) und Dr. Christophe Morisset (Universidad Nacional Autónoma de México) entwickelt wurde, im Februar 2009 auf der International Conference on Computer Graphics and Visualization and Computer Vision vorgestellt.

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