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APEX
Neuer Blick auf Centaurus A
Mit dem Atacama Pathfinder Experiment (APEX) gelang Astronomen nun ein neuer Einblick in die aktive Galaxie Centaurus A. Die gewaltigen Jets und Auswürfe, die vom zentralen Schwarzen Loch der Galaxie ausgehen, konnten erstmals im Submillimeter-Bereich studiert werden. Kombiniert mit optischen und Röntgen-Daten ergibt sich ein eindrucksvolles neues Bild dieser Galaxie.
![]() Der neue Blick auf Centaurus A. |
Mit einer Entfernung von rund 13 Millionen Lichtjahren ist Centaurus A die uns am nächsten gelegene Riesengalaxie. Es handelt sich um eine elliptische Galaxie, die gerade mit einer Spiralgalaxie verschmilzt. Dadurch wurde in manchen Regionen ein regelrechtes Feuerwerk an Sternentstehung ausgelöst, so dass Centaurus A mit zu den spektakulärsten Objekten am Himmel zählt. Im Zentrum der Galaxie befindet sich ein supermassereiches Schwarzes Loch, das in großen Mengen Material verschlingt. Das Zentrum von Centaurus A erscheint deswegen im Radio- und Röntgenbereich sehr hell.
Für das neue, jetzt von der Europäischen Südsternwarte ESO veröffentlichte Bild von Centaurus A wurden Submillimeter-Daten des Atacama Pathfinder Experiments (APEX) mit Beobachtungen des Röntgenteleskops Chandra sowie mit optischen Daten des Wide Field Imager (WFI) am MPG/ESO 2.2-Meter-Teleskop in La Silla kombiniert. Die Radiodaten sind in orange und die Röntgendaten in blau dargestellt. Die optischen Daten erscheinen in ihrer tatsächlichen Farbe.
Gut zu erkennen ist ein Staubring, der die gewaltige Galaxie umgibt sowie die schnellen Radiojets, die aus dem Zentrum von Centaurus A kommen und ein eindrucksvoller Hinweis auf das supermassereiche Schwarze Loch an dieser Stelle sind. Im Submillimeter-Bereich werden noch weitere Details sichtbar: Die Strahlung von der zentralen Radioquelle und - erstmals im Submillimeter-Bereich - zwei innere, keulenförmige Bereiche ober- und unterhalb der Scheibe. Das Material in den Jets, so ergaben Messungen, bewegt sich mit etwa halber Lichtgeschwindigkeit.
Auch im Röntgenlicht sind die Jets zu erkennen. Zusätzlich sieht man hier rechts unterhalb der Galaxie noch ein verräterisches Leuchten. Hier kollidiert das Material des sich ausdehnenden keulenförmigen Bereichs mit Material der Umgebung. Auf diese Weise entsteht eine Stoßwelle, die für die beobachtete Röntgenstrahlung verantwortlich ist.
Die Submillimeter-Beobachtungen wurden mit der Large APEX Bolometer Camera (LABOCA) gemacht, die am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn entwickelt wurde. APEX ist eine Prototyp-Antenne für das ALMA-Teleskop, das derzeit in der chilenischen Atacama-Wüste gebaut wird (astronews.com berichtete).
URL des Artikels: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/01/0901-036.shtml
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