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PHOENIX
Marslander täglich ohne Strom
Jeden Tag haben die Techniker der NASA Kontakt zum Marslander Phoenix, doch die Nachrichten vom roten Planeten geben wenig Grund zur Freude: Phoenix geht regelmäßig am Nachmittag oder Abend der Strom aus. Jeden Morgen aktiviert sich der Lander dann wieder. Das Szenario war von den Ingenieuren für die Endphase der Mission erwartet worden.
![]() Phoenix hat immer mehr Schwierigkeiten mit der Energieversorgung. |
Seit vergangenen Donnerstag kommunizieren die Techniker der NASA täglich mit dem Marslander Phoenix, der Ende Mai in der Nordpolarregion des Mars gelandet war. Dabei dienen - wie üblich - andere Marssonden im Orbit als Relaisstation. Daten, die am Wochenende empfangen wurden, deuten darauf hin, dass Phoenix inzwischen an jedem Nachmittag oder Abend der Strom ausgeht, sich der Lander dann aber, wenn am Morgen wieder genug Sonnenlicht auf die Solarzellen gefallen ist, erneut aktiviert. Die Tage in dieser Region des Mars werden allerdings immer kürzer, außerdem sorgte ein Staubsturm (wie berichtet) dafür, dass weniger Sonnenlicht als üblich den Lander erreicht.
"Dies ist genau das Szenario, das wir für die Endphase der Mission erwartet haben, allerdings ist es wegen des Staubsturms einige Wochen früher eingetreten als wir gehofft hatten", so Phoenix-Projektmanager Barry Goldstein vom Jet Propulsion Laboratory der NASA. "Wir wollen versuchen, noch so viel Wissenschaft wie möglich in den uns noch verbleibenden Tagen zu machen. Allerdings kann jeder Tag der letzte sein."
Ingenieure wollen im Laufe der Woche versuchen, einige Befehle für wissenschaftliche Untersuchungen in den Flashspeicher von Phoenix zu schreiben, die der Lander ausführen kann, wenn er am Morgen wieder erwacht. "Wetterbeobachtungen stehen nun ganz oben auf unserer Liste", erläutert der Peter Smith, der wissenschaftliche Leiter der Mission. "Wenn wir genug Energie haben, wollen wir zudem versuchen, einige Daten der Leitfähigkeitssonde zu bekommen, die wir in den Boden gesteckt haben und eventuell auch ein paar Bilder, um das Entstehen von Frost verfolgen zu können."
Phoenix war am 25. Mai auf dem Mars gelandet und sollte die Nordpolarregion von seinem Landeplatz aus für drei Monate untersuchen. In dieser Zeit hat der Lander seine Hauptaufgaben erfüllt. Inzwischen ist der Lander im sechsten Monat auf dem Mars aktiv. Der beginnende Herbst auf der Nordhalbkugel des roten Planeten macht aber die Energieversorgung von Tag zu Tag schwieriger.
URL des Artikels: http://www.astronews.com/news/artikel/2008/11/0811-005.shtml
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