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PHOENIX
Marslander übersteht ersten Staubsturm
Der Marslander Phoenix hat am Wochenende einen regionalen Staubsturm überstanden. Der Sturm dürfte allerdings nur ein erster Vorbote des bevorstehenden unbeständigeren Herbstwetters gewesen sein. Die staubige Luft verringerte die Sonneneinstrahlung auf die Solarzellen des Landers deutlich, so dass die Arbeiten zeitweise eingeschränkt werden mussten.
![]() Blick des Mars Reconnaissance Orbiters auf die Nordpolarregion des Mars. Auch der Staubsturm ist auf dem Bild zu erkennen. |
Zum Glück für das Phoenix-Team hatte sich der Staubsturm, der sich über eine Fläche von 37.000 Quadratkilometern erstreckte, deutlich abgeschwächt als er die Landestelle von Phoenix erreicht hatte. Der Sturm war von Westen nach Osten gezogen und hatte am Wochenende das Team veranlasst, zahlreiche wissenschaftliche Aktivitäten an Bord des Landers einzustellen.
Durch den erhöhten Staubgehalt der Luft konnte nämlich nicht so viel Sonnenstrahlung wie sonst die Solarzellen des Landers erreichen. Durch die länger werdenden Nächte wird die Stromversorgung ohnehin mit jedem weiteren Missionstag problematischer.
Der Sturm war in der vergangenen Woche auf Bilder der NASA-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter entdeckt worden. Die Wissenschaftler hoffen, dass sich der Staub im Laufe dieser Woche im Landegebiet wieder legen wird. Phoenix hat den Sturm allerdings, da dieser an Intensität verloren hatte als er den Landeplatz erreichte, besser überstanden als zunächst befürchtet worden war.
Inzwischen hat der Lander seine wissenschaftlichen Untersuchungen wieder aufgenommen, muss allerdings mit seiner Energie immer besser haushalten: "Die Energie wird schon ein Problem, wir müssen die Aktivitäten jetzt sehr genau planen", erklärt Ray Arvidson von der Washington University in St. Louis, der für den Roboterarm von Phoenix verantwortlich ist.
Der Staubsturm ist ein erstes deutliches Zeichen für das bevorstehende ungemütliche Herbstwetter, das das Phoenix-Team für die Landeregion in den nächsten Wochen erwartet. Wassereis-Wolken, Bodenfrost und Stürme sollten bald an der Tagesordnung sein. Auch wenn der Beginn der dunklen Jahreszeit in der Nordpolarregion das allmähliche Ende der Mission einleitet, freuen sich die Forscher doch darauf, noch einige Daten über diese jahreszeitlichen Veränderungen sammeln zu können. Diese Zeit, so Arvidson, sei schließlich "die interessanteste Jahreszeit".
URL des Artikels: http://www.astronews.com/news/artikel/2008/10/0810-019.shtml
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