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METOP-A Für den Umweltschutz und die langfristige Vorhersage des Erdklimas spielen Satellitendaten eine wichtige Rolle. Der europäische Umweltsatellit Metop-A liefert inzwischen stündlich Daten über die Stickstoffdioxid-Konzentration in der Troposphäre. Dadurch werden genauere Vorhersagen der Luftqualität möglich.
GOME-2, das abbildende Spektrometer an Bord des europäischen Umweltsatelliten Metop-A liefert nun stündlich Informationen über die globale Stickstoffdioxid-Konzentration in der Troposphäre. Das System zur Nahe-Echtzeit-Prozessierung der Daten wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt. Ergebnis der Datenverarbeitung ist eine stets aktuelle Karte der Stickstoffdioxid-Konzentration. Die Stickstoffdioxid-Daten von GOME-2, die Daten, stehen nur zweieinhalb Stunden nach ihrer Aufzeichnung dem Anwender zur Verfügung und erlauben die Beobachtung der Stickstoffdioxid-Konzentration auf täglicher Basis. Dies ist wichtig, da die Konzentration des Luftschadstoffs stark von Wetterbedingungen abhängt und seine Emission variiert. Die Nahe-Echtzeit Beobachtung des Stickstoffdioxids erlaubt insbesondere eine Verbesserung der Luftqualitätsvorhersagen. Globales troposphärisches Stickstoffdioxid entsteht bei Verbrennungsvorgängen und ist zusammen mit Feinstaub und Ozon eine der Hauptursachen für Luftverschmutzung. Seine Hauptquellen sind der Straßenverkehr, Energieerzeugung und die Industrie, aber auch Land- und Forstwirtschaft. Neben seiner eigenen toxischen Wirkung ist Stickstoffdioxid mit verantwortlich für die Entstehung von bodennahem Ozon, dem so genannten Sommersmog. Das DLR ist Partner des O3M-SAF-Konsortiums (Satellite Application Facility on Ozone and Atmospheric Chemistry Monitoring), das im Auftrag des europäischen meteorologischen Dienstes EUMETSAT Datenprodukte zur Beobachtung der Atmosphäre entwickelt und zur Verfügung stellt. Aus den Messdaten des Umweltsatelliten Metop-A werden Informationen über die Verteilung von Ozon, Spurengasen, Aerosolen und der ultravioletten Einstrahlung gewonnen. Der meteorologische Satellit ist im Oktober 2007 gestartet und ist der erste von drei europäischen Umweltsatelliten in einer polaren Umlaufbahn (astronews.com berichtete). Er ist Teil der europäischen Langzeitinitiative zur Beobachtung der Ozonschicht sowie der Messung und Vorhersage der Luftqualität auf europäischer und globaler Ebene. Das Instrument GOME-2 (Global Ozone Monitoring Experiment-2) ist eine Weiterentwicklung von GOME, einem Sensor, der erfolgreich auf dem 1995 gestarteten ESA-Satelliten ERS-2 eingesetzt wird. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger liefert GOME-2 täglich eine nahezu globale Abdeckung in einer vierfach höheren räumlichen Auflösung. Das Instrument misst Spurengase in ihrer horizontalen und vertikalen Verteilung. Dank der hohen zeitlichen und räumlichen Auflösung kann mit dem Spektrometer die Entstehung der Luftschadstoffe auf Ballungsraumebene beobachtet und ihre Verfrachtung verfolgt werden. |
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