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NASA Ein zufällig vorbeikommender Spaziergänger hätte vielleicht an eine Szene aus einem Science Fiction-Film gedacht, doch das, was sich in den Sanddünen des Moses Lake in der ersten Junihälfte abspielte, diente der Vorbereitung der nächsten bemannten Mondmission: Die NASA testete hier Prototypen von Mondrobotern, Transportern und Raumanzügen.
"Das Ziel war, einen realistischen Eindruck davon zu bekommen, was für technische Herausforderungen die Menschen erwarten, wenn wir bis 2020 zum Mond zurückkehren, mit der Erkundung beginnen und einen Außenposten aufbauen", erläutert Bill Bluethmann vom Johnson Space Flight Center der NASA den Sinn und Zweck der Übung in den Sanddünen am Moses Lake im US-Bundesstaat Washington. Ziel des NASA Human Robotic System Project ist es, neue Technologien für die Fortbewegung von Menschen und Robotern zu entwickeln, die bei einer neuen Mondmission verwendet werden könnten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kommunikation der Astronauten mit der Erde und untereinander. Die Ergebnisse der Tests in den Dünen werden direkt in das Constellation-Programm der NASA einfließen, in dessen Rahmen gerade neue Raketen, Raumschiffe und Mondlandfahrzeuge entwickelt werden. Darüber hinaus werden auch Konzepte entworfen, um eine ständige Mondbasis und Lebenserhaltungssysteme zu bauen sowie Fahrzeuge und Roboter, die die Astronauten auf dem Mond unterstützen werden. Das Ames Research Center testete in den ersten zwei Juniwochen zwei Rover namens K10, die in den Dünen einen simulierten Landeplatz untersuchten. Mit Radar und einer Laser-Scaneinheit wurde ein detailliertes Geländemodell erstellt. Diese Roboter könnten einmal lange dauerende Erkundungsaufgaben übernehmen. "Ähnlicher als hier können wir der Mondlandschaft auf der Erde kaum kommen", meint auch Brian Wilcox vom Jet Propulsion Laboratory, der für die Entwicklung der All-Terrain Hex-Legged Extra-Terrestrial Explorer-Roboter, kurz ATHLETE verantwortlich ist. Die in den Dünen getesteten ATHLETE-Roboter könnten einmal zum Transport von Gütern auf dem Mond eingesetzt werden. Sie haben sechs Beine und können entweder rollen oder gehen, so dass sie auch sehr unebenes Gelände durchqueren können. Andere Teams testeten einen autonomen Bohrroboter, der selbstständig nach wertvollen Rohstoffen suchen könnte und den Prototyp eines Lunar Trucks zum Transport von Astronauten. Der getestete Unterbau hat sechs Räder, die sich alle unabhängig voneinander bewegen können, wodurch das Gefährt in jede beliebige Richtung fahren kann. Ausgestattet mit einer ebenfalls getesteten äußerst leichten Schaufel kann er auch als Bulldozer eingesetzt werden, um beispielsweise Landeplätze von Geröll zu befreien. Zudem wurden noch neue Raumanzüge und ein Kransystem getestet mit dem die Astronauten ihre Wohnquartiere zusammenbauen könnten. Nach Auswertung der Daten dieses ersten Testlaufs ist im Oktober ein weiterer Test mit den zukünftigen Mondrobotern und - gefährten geplant. |
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http://www.astronews.com/news/artikel/2008/06/0806-026.shtml
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