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HUBBLE Eine heute veröffentlichte Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble bietet einen eindrucksvollen Blick in den Coma-Galaxienhaufen, einer der dichtesten Ansammlungen von Galaxien im Universum. Zu erkennen sind zahlreiche Galaxien von ganz unterschiedlichem Aussehen. Astronomen können aus deren Studium wichtige Rückschlüsse auf die Entwicklung von Galaxien ziehen.
Das jetzt von NASA und ESA veröffentlichte Hubble-Bild zeigt eine Region von einigen Millionen Lichtjahren, die zum 20 Millionen Lichtjahre durchmessenden Coma-Galaxienhaufen (auch Abell 1656 genannt) gehört. Diese fast kugelförmige Ansammlung von über 1.000 Galaxien liegt in über 300 Millionen Lichtjahren Entfernung und hat ihren Namen von dem Sternbild, in dem der Galaxienhaufen zu finden ist: Haar der Berenike oder lateinsich Coma Berenices. Damit liegt der Coma-Galaxienhaufen in der Nähe des galaktischen Nordpols und seine Beobachtung ist von der Erde aus nicht durch das Gas und den Staub der galaktischen Scheibe gestört. Im Zentralbereich des Galaxienhaufens finden sich überwiegend elliptische Galaxien ganz unterschiedlicher Größe. Sie erscheinen eher in einer bräunlichen Farbe und enthalten meist nur alte Sterne. Weiter außerhalb des Zentrums finden sich dann zahlreiche Spiralgalaxien, in denen noch neue Sterne entstehen. Auch eindrucksvolle Spiralarme und Staubschwaden sind in diesen bläulich-weißen Galaxien zu erkennen. Und es gibt darüber hinaus noch Galaxien, die vom Typ her zwischen diesen beiden Extremen liegen: Sogenannte S0-Galaxien beinhalten überwiegend alte Sterne und zeigen keinerlei Anzeichen für Sternentwicklung, sind aber strukturierter als die elliptischen Galaxien, in denen man keinerlei Strukturen erkennen kann. Das Hubble-Bild zeigt einen Bereich des Coma-Galaxienhaufens, der etwa ein Drittel vom Haufenzentrum entfernt ist. Deutlich erkennbar ist im linken oberen Bereich des Bildes eine helle Spiralgalaxie, die heller und bläulicher ist als die anderen Galaxien im Bild. Einige Spiralarme erscheinen etwas bräunlicher, weswegen die Astronomen vermuten, dass die Galaxie in der Vergangenheit schon einmal eine Kollision oder enge Begegnung mit einer anderen Galaxie hatte (siehe dazu auch unser Bild des Tages vom 11. Juni 2008). Die anderen Galaxien auf der Aufnahme sind elliptische Galaxien, S0-Galaxien oder Hintergrundgalaxien, die nicht zum Coma-Galaxienhaufen gehören. Die Beobachtungen wurden im Rahmen einer Himmelsdurchmusterung von nahen und galaxienreichen Galaxienhaufen gemacht. Aus den Daten erhoffen sich die Astronomen interessante Details über die Entstehung und Entwicklung von Galaxien in unterschiedlichen Umgebungen und in verschiedenen Entfernungen. |
URL des Artikels:
http://www.astronews.com/news/artikel/2008/06/0806-014.shtml
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