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SONNE Vor knapp drei Monaten verkündeten Sonnenforscher den Beginn eines neuen solaren Aktivitätszyklus. Jetzt kehrt offenbar der alte Zyklus noch einmal zurück: In der letzten Woche erschienen drei große Sonnenflecken auf unserem Zentralstern, die eindeutig dem alten Zyklus zuzuordnen sind. Für die Wissenschaftler ein ganz normaler Vorgang.
In der letzten Woche tauchten auf der Oberfläche der Sonne drei große Sonnenflecken auf, die eindeutig dem letzten solaren Aktivitätszyklus zuzurechnen sind. Die Sonnenforscher sind sich so sicher, weil sie am vergangenen Freitag mit Hilfe des Solar and Heliospheric Observatory (SOHO) die magnetische Polarität der Flecken bestimmt haben und diese eindeutig der Polarität des alten Zyklus entsprach. "Wenn der Zyklus 24 schon begonnen hätte, wäre die magnetische Polarität der Flecken vertauscht", erläutert Bernhard Fleck, SOHO-Projektwissenschaftler bei der ESA. Doch wie kann das sein, hatten doch Wissenschaftler im Januar den Beginn eine neuen, des 24. solaren Zyklus verkündet? Die Erklärung ist einfach: Zwar begann der 24. Zyklus im Januar mit dem Auftauchen des ersten Sonnenflecks mit anderer Polarität, doch ist der 23. Zyklus noch nicht beendet. Für die Forscher ist dies ganz normal und passiert in der Regel immer während des Minimums der solaren Aktivität: Sonnenflecken des alten und des neuen Zyklus kommen zusammen vor. Im Laufe der Zeit aber werden die Flecken des alten Zyklus immer weniger werden bis schließlich nur noch Flecken des 24. Zyklus übrig sind. Auch im solaren Aktivitätsminimum kann die Sonne hin und wieder ungemütlich werden: Von dem kleinsten der drei Sonnenflecken ging am Dienstag ein Flare aus, der für einen koronalen Massenauswurf sorgte. Das Material, das dabei ins All geschleudert wurde, verfehlte jedoch die Erde. Die Wissenschaftler halten es aber für möglich, dass es in den nächsten Tagen zu weiteren dieser Ausbrüche kommen kann. Da sich die Sonnenflecken inzwischen Richtung Erde gedreht haben, könnten diese die Erde dann auch treffen und beispielsweise für Polarlichter sorgen. Das Auftauchen der Sonnenflecken des alten Zyklus hat für die Forscher vor allem eine wichtige Bedeutung: Es ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass das solare Aktivitätsminimum noch nicht zu Ende ist. Erst wenn es mehr neue als alte Flecken gibt, könne man davon sprechen. Das letzte "Aufbäumen" des alten Zyklus könnte nach Ansicht der Forscher auch bedeuten, dass das nächste Maximum erst 2012 zu erwarten ist. |
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