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AB AURIGAE Amerikanische Astronomen haben in einer Staubscheibe um den Stern AB Aurigae deutliche Hinweise darauf gefunden, dass hier gerade ein Planet oder Brauner Zwerg entsteht. Die Forscher folgern dies aus einer verräterischen Lücke in der Scheibe um die junge Sonne. Die Beobachtungen könnten helfen, die Vorgänge bei der Entstehung von Planeten besser zu verstehen.
Die jetzt vorgestellten Ergebnisse erzielte Ben R. Oppenheimer von der astrophysikalischen Abteilung des American Museum of Natural History und seine Kollegen mit einem Teleskop auf Hawaii. Den Forschern gelang es ein Bild der Staubscheibe um den jungen Stern AB Aurigae zu machen. Sie entdeckten darauf deutliche Hinweise auf die Entstehung eines Planeten oder Braunen Zwergs. Braune Zwerge sind Objekte, die nicht ausreichend Masse haben, um ihr nukleares Feuer zu entzünden. Die Astronomen veröffentlichen ihre Ergebnisse in der Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal. "Die Arbeit stützt sich auf Oppenheimers Erfahrung bei der Entdeckung von Braunen Zwergen und Staubscheiben und hat zudem von verbesserten Beobachtungsmöglichkeiten am benutzten Teleskop profitiert", erläutert Julian Christou von der amerikanischen National Science Foundation. "Das so gewonnene Bild spricht direkt die größte, bislang ungeklärte Frage bei der Planetenentstehung an, nämlich wie aus einer dicken Scheibe aus Gas und Staub eine dünne staubige Region mit Planeten wird." Astronomen gehen schon seit längerem davon aus, dass Planeten in Staubscheiben um junge Sterne entstehen. Das Material in diesen Scheiben ist von der Entstehung der neuen Sonne übrig geblieben. Auf dem jetzt vorgestellten Bild von Oppenheimer und seinen Kollegen erkennt man eine hufeisenförmige Lücke in der Staubscheibe und im Zentrum der Lücke einen hellen Punkt. "Dass hier Material fehlt, könnte sich durch einen entstehenden Planeten erklären lassen, der Material aufsammelt und es zu dem kleinen, auf dem Bild sichtbaren Punkt vereinigt", erklärt Oppenheimer. "Dies sieht ganz nach der Entstehung eines Planeten oder eines Braunen Zwergs aus." AB Aurigae ist für die Astronomen kein unbekannter Stern. Schon Mitte 1999 hatten die Astronomen in der Staubscheibe um den ein bis drei Millionen Jahre alten Stern Hinweise auf mögliche Planetenentstehung gefunden (astronews.com berichtete). Unklar ist den Forschern bislang, wie genau das Gas aus der Scheibe rund um den Stern verschwindet, so dass schließlich nur noch Staub vorhanden ist. Entsprechendes hat man bei Sternen beobachtet, die nur wenig älter sind als AB Aurigae. "Weitere detaillierte Beobachtungen des Sterns können uns helfen, mehr über die Entstehung von Planeten zu erfahren und eventuell sogar konkurrierende Theorien zu testen", so Oppenheimer. Wenn es sich bei dem Objekt allerdings um einen Braunen Zwerg handelt, müsse man die gängige Theorie über Braune Zwerge modifizieren. Denn diese sollten sich eigentlich nicht in solchen Staubscheiben um eine junge Sonne bilden. |
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http://www.astronews.com/news/artikel/2008/03/0803-036.shtml
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