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MARS Am 25. Mai wird die NASA-Sonde Phoenix den Mars erreichen und mit einer Geschwindigkeit von 5,7 Kilometern pro Sekunde in dessen Atmosphäre eintreten. Wenig später soll Phoenix sanft in der Nordpolarregion des Mars landen. Drei andere Marssonden werden in diesen kritischen Minuten zur Stelle sein und haben bereits mit Anpassungen ihrer Umlaufbahnen begonnen.
Eine Landung auf dem Mars ist alles andere als leicht. Diese Erfahrung mussten in den vergangenen Jahren sowohl die NASA als auch die ESA machen. Beide Organisationen verloren bei diesem Manöver bereits Sonden. Wenn nun der Lander Phoenix am 25. Mai in die Marsatmosphäre eintritt, um einen Landeplatz in der Nordpolarregion des roten Planeten anzusteuern, sollen gleich drei andere Marssonden dafür sorgen, dass es während des kritischen Manövers einen ununterbrochenen Datenstrom von Phoenix zur Erde gibt. "Wir werden diagnostische Informationen vom oberen Rand der Atmosphäre bis zum Boden haben, so dass wir einen guten Einblick in den Landeverlauf bekommen", erläutert David Spencer vom NASA Jet Propulsion Laboratory die Pläne. Sollte irgendetwas schiefgehen könnte man aus diesen Daten wichtige Rückschlüsse für die Entwicklung zukünftiger Mission ziehen. Bei den drei Sonden handelt es sich um die beiden NASA-Sonden Mars Odyssey und Mars Reconnaissance Orbiter sowie die ESA-Sonde Mars Express. "Wir haben unsere Bahn so angepasst, dass wir zur fraglichen Zeit exakt oberhalb der Stelle sind, wo Phoenix landen soll, um so für eine Datenübermittlung bereit zu sein. Hätten wir den Kurs nicht angepasst, wären wir bei Ankunft gerade auf der anderen Seite des Planeten", so Mars Odyssey Missionsmanager Bob Mase. Auch der Mars Reconnaissance Orbiter hat erste Bahnkorrekturmanöver durchgeführt. Bei der ESA war man sowieso dabei, den Orbit von Mars Express auf Anforderung der Wissenschaftler anzupassen. Die Unterstützung des NASA wird deswegen nur minimal mehr Treibstoff verbrauchen. Kommunikationstests zwischen den Sonden und Phoenix wurde mit Hilfe der beiden Marsrover Spirit und Opportunity durchgeführt. Es ist geplant, dass Mars Odyssey die Daten von Phoenix direkt zur Erde überträgt, während Mars Express und der Reconnaissance Orbiter zunächst alles aufzeichnen und dann gesammelt zur Erde überspielen. Phoenix war, wie berichtet, am 4. April 2007 gestartet und wird soweit nördlich auf dem Mars landen wie keine andere Mission zuvor. Die Forscher erwarten hier gefrorenes Wasser direkt unter Oberfläche. Die Sonde soll mit einem Greifarm Proben nehmen und diese in einem kleinen mitgebrachten Laboratorium analysieren. Phoenix wird am 25. Mai mit einer Geschwindigkeit von 5,7 Kilometern pro Sekunde die obere Marsatmosphäre erreichen und muss dann innerhalb von sieben Minuten durch atmosphärische Reibung, einen Fallschirm und Bremsraketen auf eine Geschwindigkeit von 2,4 Metern pro Sekunde abgebremst werden, um auf drei Beinen sicher zu landen. Zur Zeit ist Phoenix noch rund 160 Millionen Kilometer von seinem Ziel entfernt. In diesen Tagen werden letzte Tests der Instrumente durchgeführt. "Die Sonde verhält sich ausgezeichnet, so dass sich das Team fast vollständig auf die Landung und die Mission auf der Oberfläche vorbereiten kann", so Spencer. |
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