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MOND Die amerikanische Weltraumbehörde NASA bereitet weiter eine Rückkehr zum Mond vor: Zu diesem Zweck kartierten Wissenschaftler am Jet Propulsion Laboratory die Südpolarregion des Mondes mit einer bislang unerreichten Auflösung von 20 Metern pro Pixel. Die so gewonnenen Daten lassen erahnen, was eine Crew bei der Landung in diesem unwirklichen Terrain sehen würde.
Die NASA hat jetzt die bislang detailliertesten Kartierungen der zerklüfteten Südpolarregion des Mondes vorgestellt. Sie haben eine Auflösung von bis zu 20 Metern pro Pixel. Die Daten wurden mit Hilfe des Goldstone Solar System Radar gewonnen und vermitteln schon heute einen Eindruck davon, was eine Mondlandecrew bei einem Besuch in dieser Gegend des Mondes zu Gesicht bekommen würde. Das Gelände rund um den Shackleton Krater in der Südpolarregion des Erdtrabanten erwies sich dabei als deutlich zerklüfteter als angenommen. Der Rand des Shackleton-Kraters gilt als eine mögliche Landestelle für eine künftige Mondmission. "Der Südpol des Mondes wäre mit Sicherheit ein wunderbarer Platz für Erkundungsarbeiten", erläutert Doug Cooke vom NASA-Hauptquartier in Washington. "Wir wissen jetzt, dass der Südpol des Mondes Berge hat, die höher sind als der Mt. McKinley und Kraterböden, die tiefer sind als der Grand Canyon. Solch eine Umgebung stellt natürlich besondere Anforderungen und die neuen Daten sind daher für die weitere Planung von Mondmissionen von unschätzbarem Wert." Drei Mal haben die Wissenschaftler die Südpolarregion des Mondes im Jahr 2006 mit der 70-Meter-Radarantenne in Goldstone anvisiert. Mit der Antenne sandten sie ein 90 Minuten langes Radarsignal zum Mond. Dieses Signal wurde von dem zerklüfteten Gelände am Südpol des Mondes reflektiert und diese Signale von zwei verschiedenen Antennen auf der Erde aufgefangen. "Ich war noch nicht auf dem Mond, aber diese Bilder sind das nächstbeste was man sich wünschen kann", ist sich Scott Hensley vom Jet Propulsion Laboratory und Leiter der Studie sicher. "Mit diesen Daten können wir Geländestrukturen sehen, die nicht größer sind als ein Haus - und das alles, ohne das Büro zu verlassen." Die besten Aufnahmen des Mondsüdpols, die bislang verfügbar waren, stammten von der Sonde Clementine. Sie hatten allerdings nur eine Auflösung von einem Kilometer pro Pixel. Noch bessere Daten werden von der NASA-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter erwartet, die Ende 2008 starten soll. Die Kamera an Bord des Orbiters wird Bilder von der Polarregion und der Oberfläche des Mondes mit einer Auflösung von bis zu einem Meter pro Pixel liefern. Aus diesen Daten werden sich dann detaillierte Informationen über die Lichtverhältnisse in der Polarregion und über mögliche Gefahrenquellen ableiten lassen, so dass ein sicherer Landeplatz gewählt werden kann. |
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