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ISS Es könnten europäische Wochen auf der Internationalen Raumstation ISS werden: Nach der gelungenen Montage des Weltraumlabors Columbus am Montag soll nun im März das Automated Transfer Vehicle der ESA zum Erstflug starten. Das Modul, das mit Hilfe einer Ariane 5-Rakete in den Orbit gebracht wird, soll für rund sechs Monate an die ISS angedockt bleiben.
Nachdem das ESA-Labor Columbus am vergangenen Donnerstag erfolgreich mit dem Space Shuttle Atlantis gestartet wurde, steht im Kalender der ESA bereits der nächste Meilenstein an, und zwar der Start von Jules Verne, dem ersten Automatischen Transferfahrzeug (Automated Transfer Vehicle, ATV), zu seinem Flug zur Internationalen Raumstation. Das 20 Tonnen schwere, europäische Fracht- und Versorgungsmodul wird mit einer Sonderausführung des von Arianespace betriebenen Trägers Ariane 5 auf seine Umlaufbahn gebracht. Der Start von Europas Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana ist zurzeit auf den 8. März um 5.23 Uhr MEZ angesetzt. Als Teil der ISS-Versorgungsflotte werden die ATV der ESA ab 2008 Experimente, Gerät und Ersatzteile sowie Nahrung, Luft und Wasser für die ständige Bordmannschaft zur Raumstation bringen. Das von EADS-Astrium gefertigte ATV ist das leistungsstärkste automatische Raumfahrzeug, das je gebaut wurde. Es kann bis zu neun Tonnen Nutzlast zu der in 400 Kilometer Höhe fliegenden ISS befördern. Bei dem mit einem eigenen Antriebs- und Navigationssystem ausgestatteten ATV handelt es sich um ein multifunktionales Raumfahrzeug, das sowohl die vollautomatischen Eigenschaften eines unbemannten als auch die Sicherheitsanforderungen eines bemannten Raumfahrzeugs auf sich vereint. Ein neues, hochpräzises Navigationssystem wird das ATV auf seiner Flugbahn in Richtung Raumstation leiten, an der es Anfang April automatisch am russischen Versorgungsmodul andocken soll, nicht ohne zuvor während der so genannten "Demonstrationstage" eine Reihe besonderer Betriebsüberprüfungen und Manöver absolviert zu haben, um sicherzugehen, dass Jules Verne sowohl in nominellen als auch in Ausnahmesituationen planmäßig arbeitet. Das druckgeregelte ATV wird als fester Bestandteil der ISS bis zu sechs Monate lang mit der Raumstation verbunden bleiben, bevor es, mit 6,3 Tonnen Stationsabfall beladen, bei seinem kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen wird. |
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