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STS-122 Morgen könnte es endlich soweit sein: Am Abend unserer Zeit soll die Raumfähre Atlantis mit dem europäischen Weltraumlabor Columbus an Bord zur Internationalen Raumstation ISS starten. Bei der NASA hofft man noch, dass der Start wie geplant durchgeführt werden kann, sieht aber auch sorgenvoll auf die Wettervorhersage, die gar nicht gut aussieht.
Morgen Abend könnte es soweit sein: Endlich würde die Raumfähre Atlantis das europäische Weltraumlabor Columbus zur ISS bringen und damit die ISS um ein wichtiges Bauteil ergänzen. Leroy Cain, Chef des Missions-Management Teams bei der NASA, ist überzeugt davon, dass die Atlantis und das Welttraumlabor in ausgezeichneter Verfassung sind - genau wie das gesamte Team: "Alle sind in ausgezeichneter Form und bereit loszulegen", so Cain. Vergangene Woche hatte ein verbogener Kühlschlauch im Laderaum zunächst noch für Ungewissheit gesorgt, stellte dann aber keinen Grund dar, den Start zu verschieben. Am meisten Kopfzerbrechen bereitet den NASA-Verantwortlichen derzeit das Wetter: Zur Zeit liegen die Chancen, dass die Wetterbedingungen einen Start zulassen, lediglich bei 40 Prozent. An den kommenden Tagen wird sich das Wetter aber tendenziell eher verbessern. Die letzten Tage verbrachte die Mannschaft der Atlantis mit intensiven Vorbereitungen und Trainingseinheiten für die Mission: Kommandant und Pilot beispielsweise nutzten einen speziell ausgerüsteten Jet der NASA, um die Landung des Space Shuttles noch ein letzten Mal zu trainieren, die Missionsspezialisten gingen noch einmal alle ihre Aufgaben durch, die sie bei der Montage von Columbus im All erledigen müssen. So konnte am Simulator etwa noch einmal die Bedienung des Roboterarms geprobt werden, mit dem das Labor aus dem Laderaum der Raumfähre gehievt und an die Station montiert werden wird. An Bord der Atlantis sind auch zwei Astronauten der ESA: Hauptaufgabe des Deutschen Hans Schlegel und des Franzose Leopold Eyharts ist die Inbetriebnahme des Weltraumlabors. Schlegel wird während zweier Arbeitseinsätze im All wichtige Energie- und Verbindungsleitungen zwischen ISS und Columbus verlegen. Während Schlegel mit der Atlantis wieder zur Erde zurückkehren soll, wird Eyharts für einige Zeit einen Platz in der Stammbesatzung der ISS einnehmen. Update (7. Februar 2008): Die Wahrscheinlichkeit für geeignete Wetterbedingungen ist inzwischen weiter gesunken. Sie liegt derzeit bei 30 Prozent. |
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