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HUBBLE Eine neue Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt mit NGC 1132 eine gigantische elliptische Galaxie, bei der es sich sehr wahrscheinlich um ein kosmisches Fossil handelt. Die Riesengalaxie dürfte durch die Verschmelzung zahlreicher kleinerer Galaxien entstanden sein. Viele alte Kugelsternhaufen um NGC 1132 könnten dafür als Zeuge dienen.
NGC 1132 gehört zu den sogenannten elliptischen Riesengalaxien und zusammen mit den zahlreichen kleinen Zwerggalaxien um sie herum bildet diese gigantische Galaxie eine Art "fossile Gruppe", die sehr wahrscheinlich durch die Verschmelzung zahlreicher normaler Galaxien entstanden ist. Betrachtet man NGC 1132 im sichtbaren Bereich des Lichtes erscheint sie wie eine einsame elliptische Galaxie von enormer Größe. Doch das, was man sieht, ist nur die Spitze des Eisbergs: Astronomen haben herausgefunden, dass sich die Galaxie in einem gewaltigen Halo aus Dunkler Materie befindet. Eine ähnliche Ansammlung von Dunkler Materie findet man sonst nur in ganzen Gruppen aus bis zu Hundert Galaxien. Zudem weist NGC 1132 starke Röntgenstrahlung auf, die die Wissenschaftler auf heißes Gas zurückführen. Auch dieses heiße Gas findet man in der Regel nur in großen Galaxiengruppen. Das Röntgenleuchten von NGC 1132 erstreckt sich über einen Bereich, der etwa zehn Mal größer ist als die Ausdehnung der Galaxie im sichtbaren Bereich des Lichtes und passt damit zu den Ausmaßen einer Galaxiengruppe. Im sichtbaren Bereich des Lichtes hat NGC 1132 einen Radius von 120.000 Lichtjahren. Die Entstehung von Systemen wie NGC 1132 ist noch immer nicht endgültig geklärt. Die Astronomen vermuten aber, dass es sich hierbei um das Endprodukt einer ganzen Reihe von Verschmelzungen handelt, durch die sich eine große Galaxie ihre sämtlichen Nachbarn einverleibt hat. Alternativ könnte es sich aber auch um eine Galaxie handeln, die in einer Region des Alls oder in einer Zeit entstanden ist, in der es - durch was auch immer - nicht zur Bildung von normalgroßen Galaxien gekommen ist und sich nur Riesengalaxien bildeten. Diese Erklärung gilt allerdings als weniger wahrscheinlich. Galaxien findet man in der Regel in Gruppen, in denen sie durch ihre gegenseitige Anziehungskraft aneinander gebunden sind. Unsere Milchstraße gehört zur "Lokalen Gruppe", in der sich - als zweites großes Mitglied - auch die Andromeda-Galaxie befindet. Auch unsere Milchstraße dürfte sich im Laufe ihrer Existenz schon zahlreiche kleinere Galaxien einverleibt haben und wird in ferner Zukunft mit der Andromeda-Galaxie verschmelzen. Übrig würde dann eine große, elliptische Galaxie bleiben. Auf dem Hubble-Bild, das aus Beobachtungen in den Jahren 2005 und 2006 entstand, sind rund um NGC 1132 zahlreiche alte Kugelsternhaufen zu sehen, die vermutlich früher zu den Galaxien gehörten, die in NGC 1132 aufgegangen sind. Aus der Analyse des Kugelsternhaufensystems könnte man eventuell mehr über die Entstehungsgeschichte der Riesengalaxie lernen. Im Hintergrund des Bildes sieht man zahlreiche weitere Galaxien, die allerdings alle viel weiter entfernt sind. NGC 1132 liegt in rund 320 Millionen Lichtjahren Entfernung im Sternbild Eridanus. |
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http://www.astronews.com/news/artikel/2008/02/0802-007.shtml
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