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STS-122 Die NASA hat gestern den Starttermin der Raumfähre Atlantis offiziell bestätigt: Das Space Shuttle soll - wie seit einiger Zeit geplant - am 7. Februar zur Internationalen Raumstation ISS starten, um das europäische Weltraummodul Columbus zur ISS zu bringen. Eine Detail ist jedoch noch zu klären: Im Laderaum der Atlantis entdeckten die Techniker einen verbogenen Kühlschlauch.
Beim so genannten Flight Readiness Review am 30. Januar hat die NASA offiziell den Start der Raumfähre Atlantis für Donnerstag, 7. Februar 2008, 20.45 Uhr MEZ (14.45 Uhr Ortszeit) bestätigt - vorbehaltlich der Klärung eines technischen Details. Der Start soll vom Launchpad 39A am Kennedy Space Center in Florida aus erfolgen. Die Ankunft des Space Shuttle an der ISS ist für Samstag, 9. Februar geplant. Das zu klärende Detail betrifft das Kühlsystem der Raumfähre: Bei einer Inspektion am Dienstag war NASA-Technikern ein verbogener Schlauch des Systems an der Ladebuchtluke der Atlantis aufgefallen. Die anderen drei der vier Kühlmittelschläuche lägen aber in den vorgesehenen Positionen. Ob diesbezüglich weitere Arbeiten erforderlich sind, sollen NASA-Manager bei einem Treffen am Samstag festlegen. Die Reparaturarbeiten an den fehlerhaften Steckerverbindungen des Tanksensorensystem sind jedoch erfolgreich abgeschlossen worden. In der Ladebucht der Atlantis wird das ESA-Raumlabor Columbus zur Internationalen Raumstation ISS transportiert. Mit der Montage und Inbetriebnahme des Columbus-Labors beginnt die dauerhafte europäische Präsenz auf der Internationalen Raumstation ISS. Mit einer geplanten Lebenszeit von zehn Jahren ist Columbus das erste europäische Raumlabor für die Langzeitforschung unter Weltraumbedingungen. Mit an Bord der Atlantis sind die beiden ESA-Astronauten Hans Schlegel aus Deutschland und Léopold Eyhardts aus Frankreich. Die Mission Columbus besteht aus unterschiedlichen Abschnitten. Zunächst wird das europäische Labor während des zwölftägigen STS-122-Fluges an die Station angedockt und in Betrieb genommen. Dazu sind insgesamt drei Außenbordeinsätze notwendig. Bei den ersten beiden EVAs wird Hans Schlegel seine ersten beiden Ausstiege absolvieren. Beim dritten Außenbordeinsatz ist geplant, die externen Versuchseinrichtungen am Columbus-Labor anzubringen. Schließlich erledigen die Astronauten weitere Aufbau- und Wartungsarbeiten. Hans Schlegel soll während seines Weltraumaufenthaltes zudem wissenschaftliche Experimente durchführen. Die Mission Columbus wird nach dem Abdocken des Space Shuttles Atlantis von Léopold Eyharts fortgeführt, der für drei Monate Mitglied der ISS-Expeditionscrew sein wird. Neben seinen Aufgaben als zweiter ISS-Flugingenieur führt er die Inbetriebnahme des europäischen Weltraumlabors fort, die internen Forschungsanlagen werden hochgefahren, sowie europäische Forschungs- und Bildungsaktivitäten durchgeführt. Das DLR informiert mit verschiedenen Angeboten auf seiner Webseite über die Mission der Atlantis. Angeboten werden unter anderem Audio- und Videowebcasts, Blogs sowie Newsfeeds. |
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