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SPITZER Die NASA hat eine neue Aufnahme des Infrarot-Weltraumteleskops Spitzer veröffentlicht, die einen 1.140 Lichtjahre entfernten Baby-Stern mit zwei auffälligen Blasen-ähnliche Strukturen zeigt. Diese Blasen entstehen durch schnelle Jets aus Gas, die auf das den Stern umgebende Material treffen. Die Details konnten erst durch ein spezielles Bildverarbeitungsverfahren sichtbar gemacht werden.
Auf dem neuen, jetzt von der NASA veröffentlichten Bild erscheint der junge Stern mit Namen HH 46/47 als heller Punkt in der Bildmitte. Davon ausgehend sind zwei Blasen-artige Strukturen zu erkennen. Die grünliche Farbe deutet dabei auf die Anwesenheit von molekularem Wasserstoffgas hin, für die bläulichen Töne ist Licht verantwortlich, das von dem dort vorhandenen Staub gestreut wurde. Nach Ansicht der Astronomen sind die Blasen durch sogenannte Jets aus Gas entstanden, die mit einer Geschwindigkeit von etwa 200 bis 300 Kilometern pro Sekunde auf das Material treffen, das den jungen Stern umgibt. Die rötlichen Farbtöne am Ende der Blasen zeigen den Forschern die Präsenz von heißem Schwefel- und Eisengas an. Hier sind die Jets gerade frontal auf das Gas und der Staub in der kosmischen Wolke getroffen, in der die junge Sonne entstanden ist. Junge Sterne und eine möglicherweise um sie vorhandene Staubscheibe wachsen, in dem sie Gas und Staub aus ihrer Umgebung anziehen. In den Staubscheiben um junge Sonnen können einmal Planeten entstehen. Das Aufsammeln von Gas und Staub funktioniert aber nur so lange, bis der junge Sterne kräftige stellare Winde entwickelt und auch Jets ins All hinausschießt. Dadurch wird die Umgebung des jungen Sterns von sämtlichen Material gesäubert. "Spitzer kann diese Jets und Winde im infraroten Licht beobachten und uns so helfen, die Details der Vorgänge zu verstehen", erläutert Dr. Thangasamy Velusamy vom NASA Jet Propulsion Laboratory. Junge Sterne verbergen sich in der Regel in dichten Gas und Staubwolken, so dass es für Astronomen schwierig ist, mehr über diese erste Phase im Leben eines Sterns zu erfahren. Die Infrarotbeobachtungen mit Spitzer eröffnen den Wissenschaftlern aber einen Blick in diese stellaren Kinderstuben. Allerdings hat man auch dann noch häufig Schwierigkeiten ein klares Bild des Baby-Sterns zu gewinnen. Die Astronomen am JPL haben daher eine spezielle Bildverarbeitungstechnik entwickelt, die die Bilder schärfer und detailreicher macht. Erst durch dieses Verfahren konnten Velusamy und seine Kollegen die Winde erkennen, die von HH 46/47 ausgehen sowie die Gasjets, die für die Blasen-förmigen Strukturen verantwortlich sind. Die detailreichen Bilder könnten den Astronomen helfen, mehr darüber zu lernen, wie solche Winde und Jets bei jungen Sternen entstehen. |
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http://www.astronews.com/news/artikel/2007/11/0711-014.shtml
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