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STS-120 Diesmal klappte es zum ersten Starttermin: Die Raumfähre Discovery ist heute Nachmittag um 17.38 Uhr MESZ zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. An Bord der Raumfähre befindet sich mit dem Harmony getauften Verbindungsknoten 2 ein weiteres Bauteil für die ISS. Auch ein ESA-Astronaut ist an Bord des Space Shuttles.
Heute um 11.38 Uhr Ortszeit, entsprechend 17.38 Uhr MESZ, startete vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, die US-Raumfähre Discovery zu ihrem Flug STS-120 zur Internationalen Raumstation (ISS) und erreichte knapp acht Minuten später eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start fand damit exakt zum geplanten Zeitpunkt statt, obwohl zunächst die Wettervorhersagen alles andere als günstig aussahen: Noch am Morgen wurde die Wahrscheinlichkeit für einen Start am heutigen Tag nur mit 40 Prozent angegeben. Im Frachtraum der Discovery befindet sich der Harmony getaufte Verbindungsknoten Nr. 2, das erste in Europa gebaute Modul, das dauerhaft an der ISS montiert werden soll. Zur siebenköpfigen Besatzung dieses dritten Shuttle-Flugs in diesem Jahr gehört auch der italienische ESA-Astronaut Paolo Nespoli. Wie inzwischen üblich, ist der erste Tag im Weltraum ist einer eingehenden Überprüfung des Shuttles auf etwaige beim Start entstandene Schäden gewidmet. Anschließend wird es durch eine Reihe von Manövern auf ISS-Kurs gebracht. Das Andocken an der ISS ist für den 25. Oktober um 14.33 Uhr MESZ vorgesehen. Zweck der vierzehntägigen Mission ist die Lieferung und Montage des in Italien gebauten Verbindungsknotens Nr. 2. Durch dieses Modul wird der Lebens- und Arbeitsbereich der ISS, deren Zusammenbau 1998 begann, zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder erweitert. Eine zweite wichtige Aufgabe wird die Anbringung des Gitterstrukturelements P6 an einer anderen Stelle der Außenwand der ISS und die Inbetriebnahme seiner Solarzellenflügel und seiner Wärmeverteilungsvorrichtung sein. Außerdem wird im Rahmen dieser Mission eines der Mitglieder der ständigen ISS-Besatzung abgelöst: NASA-Astronaut Clayton Anderson, der sich seit der Mission STS-117 im Juni auf der Station befindet, wird durch seinen Landsmann Daniel Tani ersetzt. Für den ESA-Astronauten Paolo Nespolis ist die Mission der erster Raumflug. Er ist jedoch nicht der erste Italiener, der die ISS besucht: Vor ihm waren bereits die ESA-Astronauten Umberto Guidoni (2001) und Roberto Vittori (2002 und 2005) dort. Nespolis Mission, die in Anlehnung an die griechische Bezeichnung für Italien den Namen "Esperia" bekam, ist eine der sechs Fluggelegenheiten, die der italienischen Raumfahrtagentur (ASI) als Gegenleistung für die Lieferung von drei druckgeregelten Frachtbehältern (Multi-Purpose Logistics Modules, MPLM) an die NASA im Rahmen einer bilateralen Vereinbarung zugesprochen wurden. Die enge Zusammenarbeit zwischen der ESA und der ASI führte zur Nominierung Nespolis, der Mitglied des Europäischen Astronautenkorps ist. Während der komplexen Montagemission wird Nespoli vom Innern der ISS aus drei der fünf Außenbordeinsätze - darunter den, bei dem der Verbindungsknoten Nr. 2 montiert wird - koordinieren und damit eine tragende Rolle spielen. Auch wird er an der Vorbereitung dieser Außenbordeinsätze mitwirken, etwa durch die Konfiguration und Erprobung der Raumanzüge und Werkzeuge, Unterstützung der an den Einsätzen teilnehmenden Astronauten beim Anlegen der Anzüge sowie die Druckregelung der Ausstiegskapsel. Zu den weiteren Aufgaben Nespolis gehören ein gemeinsames Versuchsprogramm der ESA und der ASI auf den Gebieten der Humanphysiologie und der Biologie sowie mehrere Tätigkeiten im Bildungsbereich. Bei dem Verbindungsknoten Nr. 2 handelt es sich um das zweite von drei Verbindungselementen für die Raumstation. Diese Knoten stellen die Verbindung zwischen den verschiedenen druckgeregelten Modulen her und ermöglichen die Bewegung von Astronauten und Ausrüstung von einem Modul zum anderen; außerdem versorgen sie jedes dieser Module mit wichtigen Ressourcen wie elektrischem Strom sowie der Kontrolle der thermischen und Umgebungsbedingungen. Harmony wird während des ersten Außenbordeinsatzes am 26. Oktober vorübergehend an der Backbordseite des Verbindungsknotens Nr. 1 montiert. Nach dem Ablegen des Space Shuttle am Ende der Mission STS-120 wird ihn dann der Roboterarm der ISS an seinen endgültigen Platz, die vordere Anschlussvorrichtung des US-Labormoduls Destiny, hieven. Die Ankunft des zylinderförmigen Verbindungsknotens Nr. 2 macht den Weg frei für die Anbringung des europäischen Columbus-Labors im Dezember dieses Jahres und des japanischen Kibo-Labors im April 2008. |
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http://www.astronews.com/news/artikel/2007/10/0710-032.shtml
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