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GMES Oft kommt es nicht vor, dass sich die ESA über ein Zuviel an zugesagten Geldmitteln von den Mitgliedsstaaten freuen kann: Beim Programm GMES (Global Monitoring for Environment and Security) ist dies allerdings der Fall. Es geht jetzt in die zweite Phase, die auch den Bau von drei Satelliten beinhaltet, die eine Kernkomponente des neuen Umweltüberwachungssystems werden sollen.
Ende September wurde von den teilnehmenden Mitgliedsstaaten die Inangriffnahme der Phase 2 des ersten Programmteils der GMES-Weltraumkomponente genehmigt. Für das bereits auf der ESA-Ministerratstagung von 2005 überzeichnete Programm ergab sich mit Finanzbeiträgen für Phase 2 in Höhe von insgesamt 500 Millionen Euro auch diesmal ein deutlicher Überschuss, so dass der Haushalt nun zu 116 Prozent gedeckt ist. Dank dieser zusätzlichen Programmbeiträge kann die ESA nun die Entwicklung der ersten drei Erdbeobachtungssatelliten aus der Sentinel-Baureihe in Angriff nehmen. Weitere Beiträge werden von Ländern erwartet, die ihre Beitragszahlungen nicht rechtzeitig bestätigen konnten. Das Programm für die GMES-Weltraumkomponente wird außerdem von der Europäischen Kommission mitfinanziert. Volker Liebig, ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme, erklärte, dass "Europa mit GMES über ein weltweit einzigartiges globales Umweltinformationssystem verfügen wird, worauf Europas Bürger stolz sein können. Für andere Länder hat GMES bereits Modellcharakter für die Nutzung operationeller Erdbeobachtungssysteme zur Bereitstellung kritischer Informationen für Entscheidungsträger und Bürger." Die ESA, die für die Gesamtleitung und -koordinierung der Tätigkeiten für die GMES-Weltraumkomponente in Europa verantwortlich ist, wird mit Phase 2 die Entwicklung der Satelliten aus der Sentinel-Baureihe voranbringen können. Die umfasst den Bau von drei Satelliten (Sentinel-1, -2 und -3) und die Errichtung des dazugehörigen Bodensegments. Bis zum 2011/2012 geplanten Start dieser Satelliten wird die ESA außerdem die Bereitstellung der Erdbeobachtungsdaten koordinieren, die für die zurzeit von der Europäischen Gemeinschaft eingerichteten GMES-Dienste erforderlich sind. Auf diese Weise wird GMES schrittweise vom voroperationellen Stadium bis zur vollen Einsatzfähigkeit gebracht, die mit der Positionierung der Sentinel-Satelliten auf ihren Umlaufbahnen erreicht sein wird. |
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