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CASSINI Gestern flog die Saturnsonde Cassini so dicht wie nie zuvor am Saturnmond Iapetus vorüber. Die ersten, kurz nach dem Vorbeiflug veröffentlichten Rohdaten erlauben bereits einen eindrucksvollen Blick auf diesen mysteriösen Trabanten des Ringplaneten. Eine Aufnahme zeigt auch den geheimnisvollen Wulst am Äquator.
Cassini war, wie berichtete, zum letzten Mal im Jahr 2004 an Iapetus vorübergeflogen, war damals aber 100-mal weiter entfernt als bei der Passage am Montag. Für die Saturnsonde war es der letzte Vorüberflug an dem Saturntrabanten, so dass auf der Passage möglichst viele Daten gesammelt werden sollten, um dem Mond zumindest einige seiner Rätsel zu entlocken. Zu den Geheimnissen von Iapetus gehört etwa eine eigentümliche Gebirgskette, die den Mond genau entlang seines Äquators umgibt. Auch in der Farbe gibt es drastische Unterschiede: Eine Hälfte des Mondes ist weiß wie Schnee, die andere dunkel wie Teer. Die ersten, schon kurze Zeit nach dem Vorüberflug veröffentlichten Rohbilder zeigen Oberflächenstrukturen auf Iapetus in faszinierender Detailtreue. So ist auf einem Bild die rätselhafte Gebirgskette in der Äquatorregion zu sehen. Das Bild entstand aus einer Entfernung von etwa 77.000 Kilometern mit einer Auflösung von 450 Metern pro Pixel. Während der Passage sollte sich Cassini der Oberfläche von Iapetus bis auf rund 1.600 Kilometer nähern. Erste wissenschaftliche Ergebnisse des Vorüberflugs sollen vermutlich bereits auf einer Konferenz Mitte Oktober präsentiert werden.
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