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ASTEROIDEN Kollision besiegelte Schicksal der Dinosaurier Dass das Aussterben der Dinosaurier auf den Einschlag eines gewaltigen Asteroiden vor rund 65 Millionen Jahren zurückzuführen ist, gilt unter Fachleuten schon länger als wahrscheinlichste Erklärung. Jetzt haben Astronomen auch berechnet, woher der damalige Dinosaurier-Killer kam: Er entstand durch die Kollision von zwei großen Objekten im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter vor 160 Millionen Jahren.
Vor 160 Millionen Jahren kam es im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter zu einer Katastrophe: Zwei große Himmelskörper stießen zusammen und zerbrachen. Das zeigen Computersimulationen eines amerikanisch-tschechischen Forscherteams. Eines der Trümmerstücke der Kollision besiegelte das Schicksal der Dinosaurier: Fast 100 Millionen Jahre später stürzte es auf die Erde und führte dort zu einer Klimakatastrophe und einem massiven Artensterben, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt Nature. Das Team um William Bottke vom Southwest Research Institute in Boulder im US-Bundesstaat Colorado hat die Bahnbewegungen der so genannten Baptistina-Familie der Asteroiden untersucht. Diese Himmelskörper besitzen alle eine ähnliche chemische Zusammensetzung und ähnliche Bahnen - ein deutlicher Hinweis darauf, dass sie einen gemeinsamen Ursprung haben. Mithilfe von Computersimulationen haben Bottke und seine Kollegen die Bahnen der Baptistina-Asteroiden zurückverfolgt, um diesen Ursprung ausfindig zu machen. Ihr Ergebnis: Offenbar stießen vor 160 Millionen Jahren im inneren Asteroidengürtel ein 170 Kilometer großer und ein 60 Kilometer großer Himmelskörper nahezu frontal zusammen. Dabei sind, wie die Simulationen zeigen, über tausend Fragmente mit Größen über einem Kilometer entstanden. Die Schwerkraft der Planeten Mars und Jupiter hat anschließend viele der Bruchstücke auf Bahnen abgelenkt, die in das innere Sonnensystem hinein führen und so auch den Orbit der Erde kreuzen. Spektroskopische Untersuchungen von Baptistina, dem Namensgeber und mit 40 Kilometern größten Asteroiden der Baptistina-Familie, zeigen eine ähnliche chemische Zusammensetzung, wie sie bestimmte Meteoriten aufweisen, die so genannten kohligen Chondriten. Ein zehn Kilometer großer kohliger Chondrit war es nach heutigen Erkenntnissen auch, der vor 65 Millionen Jahren den Chicxulub-Krater auf der Yukatan-Halbinsel Mexikos schlug und zum Aussterben der Dinosaurier führte. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent, so schließen Bottke und seine Kollegen, handelte es sich bei diesem Killer-Asteroiden um ein Bruchstück der Baptistina-Kollision. Vermutlich stammen auch heute noch etwa ein Drittel der erdnahen Asteroiden von der damaligen Katastrophe.
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