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NASA-PLÄNE Mit der Rückkehr zum Mond will die amerikanische Weltraumbehörde NASA eine ganz neue Phase der Forschung auf dem Mond einläuten: Nicht nur der Erdtrabant selbst soll dabei im Mittelpunkt stehen, sondern auch astrophysikalische Fragestellungen. Jetzt hat die NASA vier Konzepte für astrophysikalische Forschungen auf dem Mond ausgewählt, darunter einen Versuchsaufbau zur Überprüfung der Relativitätstheorie.
Im Rahmen ihres Programms zur Rückkehr zum Mond will die NASA auch die Interessen der Astrophysiker berücksichtigen, die vom Mond aus ganz neue Einblicke in astrophysikalische Phänomene oder physikalische Theorien gewinnen könnten. Jetzt hat die amerikanische Weltraumbehörde vier Vorschläge ausgewählt, aus denen vielleicht einmal Experimente werden könnten, die auf dem Erdtrabanten installiert werden. Darunter befinden sich Versuchsanordnungen zum Test von Einsteins Relativitätstheorie mit bislang unerreichter Genauigkeit, Instrumente, um die frühe Entwicklung des Universums zu studieren sowie Detektoren zum Studium der Röntgenstrahlung, die von geladenen Teilchen des Sonnenwindes ausgeht. "Wir sind wirklich begeistert über die Vorschläge, die von den Forschern gekommen sind, um uns dabei zu helfen, die Wissenschaft auf dem Mond durch Astrophysik weiter zu entwickeln", so Alan Stern von der wissenschaftlichen Missions-Abteilung der NASA in Washington. "Der Mond ist ein sehr wichtiges Ziel für die NASA und diese Projekte geben uns die Möglichkeit unser Wissen über den Mond und das Universum zu erweitern." Zwei der Projekte schlagen vor, auf dem Mond Koffer-große Instrumente zu verteilen, mit deren Hilfe der Abstand zur Erde mit einer Genauigkeit von unter einem Millimeter bestimmt werden kann. Mit diesem Aufbau, so die NASA, könnte man nicht nur die allgemeine Relativitätstheorie überprüfen, sondern auch einiges über den Aufbau des Mondes und des Zusammenspiels zwischen Mond und Erde lernen. In einem weiteren Projekt wird der Aufbau einer Reihe von kleinen Radioteleskopen auf dem Mond vorgeschlagen, um mit deren Hilfe Teilchenbeschleunigungen in Supernovae, Quasaren oder der Korona der Sonne zu studieren. Die Teleskope würden auch als Vorstufe für ein größeres Radioteleskop auf dem Mond dienen können, mit dessen Hilfe einmal das Wachstum der Strukturen im frühen Universum untersucht werden könnte. Ein viertes Projekt soll die Röntgenemission messen, die entsteht, wenn der Sonnenwind auf das Magnetfeld der Erde trifft. Das Experiment könnte außerdem wichtige Informationen über die niederenergetische Röntgenstrahlung liefern, die aus unserer Galaxie stammt. Für die vier Projekte werden nun Konzeptstudien angefertigt, auf deren Grundlage dann über die weitere Realisierung der Vorschläge beraten werden kann.
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