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ESO Dass die Beobachtungsbedingungen in der chilenischen Atacama-Wüste, dem Standort des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte ESO, nahezu optimal sind, beweisen regelmäßig die eindrucksvollen Bilder der Teleskope. Als zusätzlichen Beweis veröffentlichte die ESO jetzt Aufnahmen, die zeigen, was man dort ohne die Hilfe eines Großteleskops sehen kann. Das Resultat ist nicht weniger beeindruckend.
"Dies sind keine Fotomontagen", erläutert ESO-Astronom Yuri Beletsky, der die jetzt von der ESO veröffentlichten Aufnahmen am 21. Juli gemacht hat. "Die Kamera hat lediglich die Bewegung der Sterne verfolgt, wodurch die Kuppeln der Teleskope auch ein wenig verschwommen wirken. Die Farbe des Laserstrahls entspricht nahezu dem, was man auch mit bloßem Auge sehen würde." Die Belichtungszeit betrug fünf Minuten. Hervorstechendstes Merkmal auf dem Foto ist das Band der Milchstraße. Hier blickt man quasi in die Scheibe unserer eigenen Galaxis. Zu erkennen sind Gas und Staubschwaden und eine Unmenge von Sternen. In der Bildmitte sind zwei helle Objekte auszumachen. Bei dem helleren von beiden handelt es sich um den Gasriesen Jupiter, das andere Objekt ist der Stern Antares. Unser Nachbar im All, Alpha Centauri, ist in der Mitte des linken Bildrandes (siehe dazu die Großansicht) zu erkennen. Fernen sind auf dem Foto drei der vier Teleskopeinheiten des Very Large Telescope zu sehen. Aus dem Teleskop Yepun kommt ein Laserstrahl, der direkt auf das galaktische Zentrum zielt. Durch diesen Laserstrahl wird ein künstlicher Leitstern erzeugt, den die Astronomen verwenden, um die adaptive Optik des VLT zu kalibrieren (astronews.com berichtete). Eine adaptive Optik ermöglicht es, die Luftunruhe in der Atmosphäre auszugleichen und damit Bilder zu erhalten, die nahezu denen gleichen, die man aus dem Weltall hätte machen können. Als das Foto entstand waren Wissenschaftler gerade dabei mit dem Instrument SINFONI das galaktische Zentrum mit seinem supermassereichen Schwarzen Loch zu beobachten.
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