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| AKARI Ein Jahr nach Beginn des wissenschaftlichen Betriebs liefert der japanische Infrarotsatellit AKARI immer noch eindrucksvolle Aufnahmen des Infrarot-Universums. Die jetzt von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA vorgestellten Bilder gewähren eine ungewohnten Blick auf die Milchstraße und einige ihrer bekanntesten Objekte.
Der im Februar 2006 gestartete Infrarotsatellit AKARI hatte im Mai des vergangenen Jahres mit seiner wissenschaftliche Mission begonnen, in deren Rahmen er eine umfassende Himmelsdurchmusterung in verschiedenen infraroten Wellenlängenbereichen erstellen soll. Die Forscher erhoffen sich von der Mission, an der auch die europäische Weltraumagentur ESA und andere internationale Partner beteiligt sind, neue Einblicke in Entstehung und Entwicklung von Galaxien, Sternen und Planetensystemen. In den letzten zwölf Monaten hat AKARI bereits mehr als 90 Prozent des Himmels beobachtet und zudem noch in Einzelbeobachtungen rund 3.500 Einzelobjekte anvisiert. Die letzte Durchmusterung dieser Art war vor mehr als 20 Jahren vom Infrarotsatelliten IRAS durchgeführt worden, der allerdings über eine erheblich geringere Auflösung verfügte. Gestern hat die japanische Raumfahrtagentur JAXA neue Bilder von AKARI der Öffentlichkeit vorgestellt. Darunter ist eine komplette Karte des Himmels - aufgenommen bei einer Wellenlänge von neun Mikrometern. Rund um das deutlich sichtbare Band der Milchstraße finden sich zahlreiche Regionen, von denen intensive Infrarotstrahlung ausgeht. Dabei handelt es sich um Sternentstehungsgebiete. Zum Zentrum der Galaxie hin, finden sich mehr und mehr alte Sterne. Die Infrarotstrahlung aus dieser Region stammt von aufgeheiztem interstellarem Staub. Die Bedeutung der Infrarotbilder zum Verständnis der Vorgänge in der Galaxis macht der Vergleich einer optischen Aufnahme des Sternbilds Orion und einer Infrarotaufnahme des gleichen Gebiets deutlich. Gut zu erkennen ist der im Infraroten sehr helle Orion-Nebel, das bekannteste Sternentstehungsgebiet der Milchstraße, der unterhalb der Gürtelsterne liegt. Links des Gürtels liegt der bekannte Pferdekopfnebel, eine anderes Sternentstehungsgebiet, das im sichtbaren Bereich wegen seiner dunklen Pferdekopf-ähnlichen Wolken bekannt ist, die jegliches Licht blockieren. Mit dem Rosetten-Nebel ist in der Mitte der linken Bildhälfte ein weiteres Sternentstehungsgebiet auf der Aufnahme zu entdecken. Am Kopf des Orion ist zudem eine große kreisförmige Struktur zu sehen: Vermutlich waren im Zentrum dieses Kreises zahlreiche massereiche Sterne entstanden, die dann als Supernova explodiert sind, was dem Staub und dem Gas der Region diese schalenförmige Struktur gegeben hat. Der Orion-Nebel befindet sich 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernt, der Rosetten-Nebel 3.600 Lichtjahre. Zur Zeit ist AKARI hauptsächlich damit beschäftigt, einzelne Objekte gezielt zu beobachten und zudem die noch fehlenden Bereiche der Himmelsdurchmusterung zu ergänzen. Das Kühlmittel, das AKARI zum Betrieb benötigt, soll, so die Erwartung der Wissenschaftler, noch bis mindestens September 2007 reichen.
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