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VENUS-VORÜBERFLUG Geglückte Generalprobe für Merkursonde Das Team der NASA-Sonde Messenger hat Ende vergangener Woche die ersten Bilder des Venus-Vorüberflugs der Merkursonde veröffentlicht. Obwohl die Bilder wenig spektakulär sind, sind die Wissenschaftler und Techniker begeistert: Die Aufnahmen liefern nämlich wertvolle Informationen zur Kalibrierung der Kameras für den Anfang nächsten Jahres anstehenden ersten Vorüberflug am Merkur.
Die NASA-Sonde Messenger (Messenger steht für MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry, and Ranging) war - wie berichtet - am 5. Juni in einem Abstand von 338 Kilometern an der Venus vorübergeflogen. Durch dieses Manöver gelangte die Sonde auf Kurs zum Merkur, in dessen Orbit sie im März 2011 einschwenken wird. Zuvor allerdings sind mehrere Vorüberflüge am Merkur geplant, der erste bereits im Januar des kommenden Jahres. "Auf den Aufnahmen erscheint die Venus eingehüllt in eine dichte Wolkendecke, die den Blick auf die Oberfläche verwehrt", erläutert Mark Robinson von der Arizona State University, der zum Wissenschaftsteam von Messenger gehört. "Die Aufnahmen werden uns bei der Kalibrierung der Kamera helfen in Vorbereitung des ersten Vorüberflugs an Merkur im Januar. In den nächsten Monaten werden wir alle 614 Aufnahmen des Vorüberfluges analysieren, um die Farbparameter zu justieren und die geometrischen Eigenschaften der Kamera besser zu verstehen." Beides ist für die Mission der Sonde entscheidend, wollen die Forscher doch Farbunterschiede auf der Oberfläche des Merkur mit unterschiedlichen Zusammensetzungen in der Kruste des sonnennächsten Planeten in Verbindung bringen. Auch soll eine möglichst genaue Karte des Merkur angefertigt werden. "Die erste Analyse der Bilddaten deutet aber darauf hin, dass die Kamera gut funktioniert und für den ersten Merkur-Vorüberflug bereit ist", so Robinson. Die Bilder der Sonde wurden zwischen 14.58 Uhr MESZ am 6. Juni und 16.18 Uhr MESZ am 7. Juni gemacht. Während dieser Zeit legte die Sonde 833.234 Kilometer zurück und bewegte sich in Bezug auf die Venus mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 9,13 Kilometern pro Stunde. "Die Bilder sind ein spektakulärer Abschied von diesem wolkenverhüllten Planeten", so Robinson. Auch für das Flugteam von Messenger war der Venus-Vorüberflug ein voller Erfolg: Die Sonde war nur maximal 1,3 Kilometer von dem optimalen Passagepunkt entfernt, wodurch ein eigentlich für den Juli geplantes Manöver zur Kurskorrektur nicht mehr nötig ist. Auch alle Instrumente der Sonde habe Daten geliefert, die sobald wie möglich veröffentlicht werden sollen.
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