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METOP-A
Wettersatellit nimmt offiziell Betrieb auf
Redaktion/ EUMETSAT
astronews.com
16. Mai 2007

Rund sechs Monate hat es gedauert, gestern war es soweit: Metop-A, der erste europäische Wettersatelliten in der polaren Umlaufbahn, hat seinen Regelbetrieb aufgenommen. Nicht nur für Meteorologen beginnt damit eine neue Ära, auch Klimaforschern und Umweltwissenschaftlern liefert der Satellit wertvolle Daten für ihre Arbeit.

MetOp-A

Metop-A nahm jetzt offiziell seinen Betrieb auf. Bild: ESA - AOES Medialab

Die ersten wissenschaftlichen Daten waren bereits zwei Tage nach Abschluss der Start- und frühen Orbit-Phase von Metop-A übertragen worden. Nun steht aber der gesamte Datenstrom der 11 Instrumente des Satelliten den Nutzern zur Verfügung. Mit einer bis dato unerreichten Genauigkeit und Auflösung werden Daten zu Temperatur und Feuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Ozon und Spurengasen wie etwa Kohlendioxid, Stickstoffoxid und Methan geliefert.

Mit seinen Instrumenten, die die Atmosphäre durch alle Höhen sondieren, sammelt MetOp rund um die Uhr wichtige Atmosphären- sowie Land- und Meeresoberflächendaten. Die MetOp-Daten werden erheblich zur Verbesserung der Wettervorhersage beitragen, da sie beispielsweise direkt in numerische Vorhersagemodelle eingespeist werden können, mit deren Hilfe Wettervorhersagen für wenige Stunden bis hin zu 10 Vorhersagetagen erstellt werden.

Die von MetOp erhobenen Winddaten an der Meeresoberfläche liefern wesentliche Informationen, anhand derer sich die Verlagerung von Tiefdruckgebieten über den Meeren, insbesondere Hurrikanen, besser bestimmen lässt. Darüber hinaus werden die neuen Beobachtungsdaten die Möglichkeiten der globalen Klimaüberwachung verbessern und Wissenschaftlern eine wertvolle Hilfe für die Erforschung der verschiedenen Faktoren im Klimasystem der Erde und ihrer komplexen Zusammenhänge sein. Insbesondere ermöglichen die Ozon- und Spurengasdaten - also auch Daten über das für die industrielle Umweltverschmutzung relevante Stickstoffdioxid - eine Betrachtung der Umweltbelange, die uns alle angehen, unter einem neuen Blickwinkel.

Metop-A, der am 19. Oktober 2006 an den Start ging, ist der erste aus einer Reihe von drei Satelliten, die in den nächsten 14 Jahren gestartet werden sollen und das Weltraumsegment des EUMETSAT Polar Systems (EPS) bilden werden. Im Zusammenspiel mit dem Metop-A-Satelliten hat das neu entwickelte EPS-Bodensegment hervorragende Ergebnisse gezeigt, insbesondere im Hinblick auf die Verteilung der Daten an die Endnutzer in Nahezu-Echtzeit.

Die offizielle Aufnahme des regulären Betriebs setzt auch einen weiteren Meilenstein für das entstehende amerikanisch-europäische polare Satellitensystem – und die weltweite Zusammenarbeit zwischen den USA und Europa im Allgemeinen. Der Satellit wurde in einem Gemeinschaftsprojekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und EUMETSAT entwickelt und von der Firma EADS Astrium als Hauptauftragnehmer gebaut. Der Satellit ist mit elf Instrumenten ausgestattet, die von EUMETSAT, der ESA, dem französischen Raumfahrtforschungszentrum Centre National d’Etudes Spatiales (CNES) und der US-amerikanischen Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration NOAA bereitgestellt werden.

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siehe auch
METOP-A: Neue Ära der Wettersatelliten beginnt - 20. Oktober 2006
METOP-A: Neuer Startversuch für neuen Wettersatelliten - 20. September 2006
METOP-A: Neuer Blick aufs Wettergeschehen - 12. Juli 2006
METEOSAT: Gute Aussichten für Europas Meteorologen - 3. November 2004
MSG-1: Europas modernster Wettersatellit im All - 29. August 2002
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