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ROSETTA Die Lichtkurve von (2867) Steins Redaktion / MPS astronews.com 21. März 2007 Das Team der Raumsonde Rosetta, die unlängst den roten Planeten Mars passiert hat, ist weiterhin damit beschäftigt, Informationen über die Asteroiden zu sammeln, die die Sonde auf ihrem Weg genauer untersuchen soll. Jetzt legten Astronomen die genauste Lichtkurve des Asteroiden (2867) Steins vor, aus der sich wichtige Charakteristika des Asteroiden ablesen lassen.
Um die Vorbeiflüge an den Asteroiden und das Rendezvous mit dem Kometen optimal vorbereiten zu können, müssen einige grundlegende Eigenschaften der Objekte wie die Rotationsdauer, die Ausrichtung der Rotationsachse, die ungefähre Größe und die Albedo (der Bruchteil des einfallenden Sonnenlichts, der vom Asteroiden oder Kometenkern reflektiert wird) vorab bestimmt werden. Daher wurden bald nach der Auswahl des neuen Missionsziels internationale Beobachtungskampagnen initiiert. Im Rahmen dieser Vorbereitung der Vorbeiflüge beobachtete das am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Katlenburg-Lindau gebaute Instrument OSIRIS die beiden von Rosetta angesteuerten Asteroiden schon jetzt aus der Ferne. OSIRIS, eine Weitwinkelkamera und eine Telekamera, sind die wissenschaftlichen Kameras auf Rosetta. Die Beobachtungen von Steins fanden am 11. März 2006 statt, die von Lutetia am 2. und 3. Januar 2007 (astronews.com berichtete). Während die Beobachtungen von Lutetia zurzeit analysiert werden, sind die Daten von Steins bereits vollständig ausgewertet. OSIRIS hat die bisher beste Lichtkurve von Steins geliefert. Dazu haben die hervorragende Effizienz der OSIRIS Telekamera, die Fähigkeit von Rosetta, den Asteroiden über längere Zeit in einer konstanten Position im Bildfeld zu halten und die ununterbrochene Beobachtung über 24 Stunden beigetragen. Rosetta war 159 Millionen Kilometer von Steins entfernt, die gemessene Helligkeit des nur ungefähr fünf Kilometer großen Asteroiden entsprach etwa der einer Kerze aus 2.000 Kilometern Entfernung. Dennoch konnte OSIRIS die Helligkeitsvariationen von Steins mit einer Genauigkeit von besser als zwei Prozent messen. OSIRIS fand - in Übereinstimmung mit Messungen von der Erde aus - eine Rotationsdauer von etwas mehr als sechs Stunden. Die gemessene asymmetrische Lichtkurve lässt auf eine unregelmäßige Form von Steins schließen. OSIRIS fand aber keine Hinweise auf eine komplizierte, "taumelnde" Rotation des Asteroiden oder auf einen Satelliten. Zurzeit wird an der Bestimmung der Richtung der Rotationsachse des Asteroiden durch Kombination der OSIRIS-Daten mit bodengebundenen Beobachtungen gearbeitet. Die Wissenschaftler berichteten über die Messung der Lichtkurve von Steins unlängst in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics. |
URL des Artikels: http://www.astronews.com/news/artikel/2007/03/0703-016.shtml
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