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NEW HORIZONS
Schnellste Sonde wurde noch schneller
von Stefan Deiters
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5. März 2007

Die Anfang 2006 gestartete Sonde New Horizons hat inzwischen - schneller als jede andere Sonde zuvor - den Jupiter erreicht. Dank eines speziellen Manövers konnte die Sonde die Gravitation des Gasriesen nutzen, um ihre Geschwindigkeit noch weiter zu erhöhen. Gleichzeitig machte New Horizons interessante Beobachtungen vom Planeten und seinen Monden.

Jupiter

New Horizons Blick auf den Jupiter aus etwa 29 Millionen Kilometern Entfernung. Foto: NASA / Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory / Southwest Research Institute

"Wir sind nun auf dem Weg zum Pluto", meinte New Horizons Operations-Managerin Alice Bowman vom Applied Physics Laboratory (APL) der amerikanischen Johns Hopkins Universität. "Das Swing-by-Manöver war erfolgreich, die Raumsonde ist auf Kurs und hat genau so reagiert, wie wir das erwartet hatten."

New Horizons kam bei diesem Vorbeischwungmanöver bis auf 2,3 Millionen Kilometer an den Jupiter heran und ist nun auf Kurs zum Pluto, den die Sonde im Juli 2015 erreichen soll. Während der dichtesten Annäherung an den Gasriesen hatte das Kontrollteam in den USA keinen Kontakt zur Raumsonde, die während des Vorüberfluges eifrig Daten über den Jupiter, dessen Atmosphäre und seine Monde sammelte.

New Horizons ist die schnellste Raumsonde, die je gestartet wurde. Keine andere Sonde, die den Gasriesen besucht hat, hat diesen in so kurzer Zeit erreicht. New Horizons wurde erst im Januar vergangenen Jahres gestartet. Durch das Swing-by-Manöver erhöhte sich die Geschwindigkeit der Sonde um weitere rund 14.000 Kilometer pro Stunde, was allein schon der halben Geschwindigkeit eines Space Shuttles im Orbit entspricht. Insgesamt entfernt sich New Horizons inzwischen mit einer Geschwindigkeit von 83.600 Kilometern pro Stunde von der Sonne.

Den Vorüberflug an Jupiter nutzt das New Horizons-Team für ein insgesamt sechsmonatiges Testprogramm der Instrumente an Bord der Sonde. Mehr als 700 wissenschaftliche Beobachtungen des Jupitersystems sind dabei geplant, unter anderem von Atmosphäre und Magnetosphäre des Gasriesen, aber auch von seinen feinen Ringen und Monden. Die Daten werden alle innerhalb der nächsten Wochen zur Erde gefunkt.

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Auf dem Weg weg von Jupiter folgt New Horizons als erste Raumsonde überhaupt einem breitem Strom aus geladenen Partikeln, den der Gasriese auf mehr als 150 Millionen Kilometern hinter sich herzieht. Teleskope auf der Erde, von kleinen Amateurgeräten bis hin zu den Keck-Teleskopen, Hubble und Chandra, beobachten während dieser Zeit den Jupiter, um so ergänzende Beobachtungen zur Verfügung zu stellen, die bei der Interpretation der Messwerte, die New Horizons aus nächster Nähe sammelt, helfen zu können. 

"Der gesamte Vorüberflug an Jupiter war als harter Test für das Missionsteam und die Sonde geplant", so New Horizons Principal Investigator Alan Stern vom Southwest Research Institute in Boulder. "Und diesen Test haben wir bestanden. Dabei lernen wir nicht nur, was wir von der Sonde erwarten können, wenn wir in acht Jahren Pluto erreichen, sondern wir haben auch schon wichtige wissenschaftliche Daten über Jupiter erhalten - und weitere werden folgen."

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