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HAYABUSA
Probenentnahme auf Itokawa vermutlich geglückt
von Rainer Kayser
28. November 2005

Beim zweiten Anlauf scheint es geklappt zu haben: Die Sonde Hayabusa landete in der Nacht von Freitag auf Samstag auf dem Asteroiden Itokawa und konnte "mit großer Wahrscheinlich" eine Bodenprobe entnehmen. Beim Start hingegen gab es erneut Probleme. Die japanischen Techniker hoffen trotzdem, dass sie das gewonnene Asteroidenmaterial auch sicher zurück zur Erde bekommen.

Hayabusa

Der Sonde Hayabusa ist es im zweiten Anlauf vermutlich gelungen, eine Bodenprobe vom Asteroiden Itokawa zu nehmen. Bild: JAXA

Am vergangenen Wochenende ist die japanische Sonde Hayabusa zum zweiten Mal auf dem Asteroiden Itokawa gelandet - und diesmal ist die Entnahme von Bodenproben nach Angaben der Weltraumbehörde JAXA "mit großer Wahrscheinlichkeit" geglückt. Ganz genau wissen die Weltraumforscher es freilich erst, wenn Hayabusa im Juni 2007 zur Erde zurückkehrt und den Probenbehälter über Australien abwirft.

Hayabusa hatte am Freitag um 23.07 Uhr MEZ (Samstag 7.07 Uhr japanischer Zeit) den Boden des nur 490 mal 180 Meter großen Himmelskörpers berührt. Computergesteuert feuerte die Sonde ein kleines Projektil in die Kruste des Asteroiden. Die beim Aufprall des Geschosses aufgewirbelte Materie sollte dann von einem Trichter am unteren Ende der Sonde eingefangen werden. "Ich bin sicher, dass wir die Proben eingesammelt haben", erklärt Projektmanager Junichiro Kawaguchi, "alle für das Einsammeln vorgesehenen Prozeduren scheinen ohne Probleme funktioniert zu haben."

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Nach der Aktion hat sich Hayabusa sofort wieder von der Oberfläche des Asteroiden entfernt. Dabei kam es erneut zu Problemen mit der Raumsonde: Hayabusa geriet, vermutlich durch ein Treibstoffleck, ins Taumeln. Nach Abschalten des Raketenmotors scheint sich die Sonde jedoch wieder stabilisiert zu haben. Die Experten der JAXA suchen gegenwärtig nach der Ursache für das Problem und hoffen, den Antrieb am 10. Dezember wieder zünden zu können, damit Hayabusa sich auf den Rückweg zur Erde machen kann.

Aus der Untersuchung der Bodenproben in irdischen Laboren erhoffen sich die Forscher Aufschluss auf die Frühgeschichte des Sonnensystems und die Entstehung des Asteroidengürtels zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Mit nicht mehr als einem Kubikzentimeter Asteroidenmaterie rechnen die Wissenschaftler, gerade einmal ein Teelöffel voll.

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