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MARS
Abflussrinnen sind geologisch jung
von Rainer Kayser
26. August 2005

Eine Frage beschäftigt Marsforscher zur Zeit besonders: Gibt es auf dem Roten Planeten noch Wasser in flüssiger Form? Jetzt glauben Wissenschaftler einer Antwort näher zu sein. Sie fanden Hinweise darauf, dass die an vielen Stellen entdeckten Abflussrinnen erst vor geologisch kurzer Zeit entstanden sind. Wasser sollte sich hier also relativ leicht finden lassen - interessant für zukünftige Mars-Missionen.

Gullies

Gullies auf dem Mars: Erst vor geologisch kurzer Zeit entstanden? Foto: Ames Research Center / NASA

Zahlreiche Kraterhänge auf dem Mars zeigen eine Vielzahl von Abflussrinnen, so genannte "Gullies". Computersimulationen amerikanischer Forscher liefern jetzt neue Indizien dafür, dass die Rinnen in geologisch jüngster Zeit durch abströmendes Wasser entstanden sind. Alter und Herkunft der Gullies sind bislang unter den Marsforschern heftig umstritten. Die Wissenschaftler präsentieren die Ergebnisse ihrer Simulationen, die das Verhalten von Wasser unten den gegenwärtigen Bedingungen auf dem roten Planeten untersuchen, am 5. September auf einer Fachtagung in England.

"Die Gullies sind möglicherweise Orte, an denen es noch heute Wasser dicht unter der Oberfläche gibt", erklärt Jennifer Heldmann vom Nasa Ames Research Center, "deshalb sollten sie als primäre Ziele für die Suche nach Leben auf dem Mars angesehen werden." Auch für künftige bemannte Marsflüge seien die Abflussrinnen interessant, da sich das Wasser dort vergleichsweise leicht erreichen ließe.

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Heldmann und ihre Kollegen simulierten den Fluss von Wasser unter den heutigen Bedingungen auf dem Mars, die sich insbesondere durch einen niedrigen Luftdruck und niedrige Temperaturen auszeichnen. Unter diesen Bedingungen verdampft Wasser trotz der niedrigen Temperaturen sehr schnell. "Wenn Wasser austritt, kann es deshalb nur Abflussrinnen mit einer Länge von bis zu 500 Metern erzeugen", so Heldmann. Dies ist in guter Übereinstimmung mit den typischen Längen der Gullies auf dem Mars.

"Unsere Simulationen legen nahe, dass diese Rinnen durch den Fluss von relativ reinem Wasser bei niedrigen Temperaturen und bei niedrigem Luftdruck entstanden sind - Bedingungen also, wie sie heute auf dem Mars herrschen", fasst Heldmann zusammen. Vermutlich gebe es deshalb in den betroffenen Regionen noch heute dicht unter der Oberfläche Wasser, dass "dann und wann" herausströme und verdampfe.

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