"Einer der extrem sorgfältig arbeitenden Mitarbeiter des Spitzer Science
Center hat den Fehler bemerkt", schreibt Mike Brown vom Caltech in
Pasadena auf seiner Website. Mit dem Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer
hatten Brown und seine Mitarbeiter mehrere im optischen Bereich neu entdeckte
Himmelskörper nachbeobachtet, um ihre Größe zu bestimmen. Denn aus der
Entfernung und der Stärke der reflektierten Infrarotstrahlung lässt sich die
Größe eines Himmelskörpers recht zuverlässig abschätzen.
Doch bei der Übermittlung der Positionsdaten von 2003 UB313 hat es offenbar
eine Panne gegeben: Das Spitzer-Teleskop wurde an die falsche Stelle des
Himmels gerichtet - und fand keine Spur des neuen Planeten. Daraus wiederum zog
Brown den - wie sich jetzt herausstellte - falschen Schluss, dass 2003 UB313
maximal 3.000 Kilometer groß sein kann. Nun, so Brown, soll die
Infrarot-Beobachtung von 2003 UB313 möglichst rasch nachgeholt werden, um seine
wahre Größe zu bestimmen.
Schon mit einem Durchmesser von 3000 Kilometern wäre 2003 UB313 größer als
der nur 2285 Kilometer durchmessende Pluto. Doch noch hat die Internationale
Astronomische Union nicht darüber entschieden, ob der neue Himmelskörper den
offiziellen Status eines Planeten erhält - oder ob stattdessen Pluto diesen
Status verliert.