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SPITZER
Quasare verstecken sich hinter Staubwolken
von Rainer Kayser
5. August 2005

Wie viele Quasare gibt es im Universum? Astronomen haben schon immer vermutet, dass sich da draußen weitaus mehr dieser geheimnisvollen Objekte verbergen als man im optischen Bereich des Lichtes nachweisen kann. Jetzt gab den Forscher das Infrarot-Teleskop Spitzer recht: Es entdeckte gleich 21 Quasare in einem kleinen Himmelsabschnitt.

Quasar

Einer der von Spitzer hinter Staubwolken entdeckten Quasare.
Foto: NASA /JPL-Caltech / A. Martinez-Sansigre (Oxford University)

Das Weltraumteleskop Spitzer hat in einem kleinen Himmelsabschnitt gleich 21 Quasare aufgespürt, die sich hinter dicken Staubwolken verbergen. Die Astronomen schließen daraus, dass es eine große Anzahl derartiger versteckter Quasare gibt. Die Existenz solcher verborgenen Quasare war von den Forschern seit langem vermutet worden.

Quasare sind supermassive Schwarze Löcher in den Zentren ferner Galaxien. Sie erzeugen ihre Strahlung durch den Einfall von Materie in ihren Schwerkraftschlund und strahlen heller als ganze Galaxien. Die Astronomen versuchen traditionell abzuschätzen, wie viele Quasare es insgesamt im Kosmos gibt, indem sie die Röntgenstrahlung aus den Tiefen des Kosmos messen. Denn Quasare leuchten im Röntgenbereich heller als alle anderen Strahlungsquellen im Universum. Das Problem: Auf der Erde trifft viel mehr Röntgenstrahlung ein, als sich durch die im optischen Bereich sichtbaren Quasare erklären lässt.

"Wenn wir diese 21 Quasare auf den Rest des Himmels extrapolieren, bekommen wir eine immense Anzahl", erläutert Mark Lucy vom Spitzer Science Center. "Das bedeutet, dass - wie seit langem vermutet - die meisten supermassiven Schwarzen Löcher hinter Staub verborgen sind." Das Weltraumteleskop Spitzer beobachtet im infraroten Strahlungsbereich. Im Gegensatz zu gewöhnlichem Licht kann infrarote Strahlung die Staubwolken durchdringen.

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