Zum ersten Mal hat gestern ein Astronaut an der Unterseite einer
amerikanischen Raumfähre gearbeitet - ein
Arbeitseinsatz im All der von dem Kontrollteam am Boden mehrere Tage
lang vorbereitet wurde. Das zwischen den Hitzeschutzkacheln
heraushängende Füllmaterial war eine potentielle Gefahr, da es beim
Wiedereintritt in die Erdatmosphäre für zusätzliche Wärme sorgen
würde, was die NASA von vornherein ausschliessen wollte.
Während Astronaut Steve Robinson mit Hilfe des Roboterarms der
Raumstation an der Unterseite des Shuttles arbeitete, überwachte Andy
Thomas den Einsatz. Die Astronauten Jim Kelly und Wendy Lawrence
bedienten die Roboterarme von Shuttle und Raumstation. Das potentielle
Problem war auf Fotografien entdeckt worden, die von der Raumstation
aus gemacht wurden, als die Discovery vor dem Andocken sich noch
einmal um die eigene Achse drehte. Dabei wurden die Unterseite der
Raumfähre fotografiert und diese Bilder später auf der Erde
ausgewertet und nach Schäden abgesucht.
Zur Zeit beschäftigt sich die NASA mit der Frage, ob eine schadhafte
Fensterisolierung auf der Kommandantenseite des Cockpits eine weitere
Gefahr darstellt. Sollte dies der Fall sein, würde ein zusätzlicher
Arbeitseinsatz im All erforderlich, um das Risiko zu minimieren. Die
Mission der Discovery wurde inzwischen um einen Tag verlängert. Die
Landung ist derzeit für den 8. August vorgesehen.
Update (8. August): Wegen schlechten Wetters in Florida
wurde die Landung der Discovery um einen Tag verschoben.