"Wir haben genau dort getroffen, wo wir wollten", so zitiert die BBC Dr. Don
Yeomans, NASA-Projektwissenschaftler für Deep Impact. "Der Einschlag war
stärker als die meisten von uns erwartet hatten. Wir haben alle Daten erhalten,
die wir uns gewünscht haben." Die Sonde Deep Impact war am 12.
Januar dieses Jahres gestartet worden. Durch den Beschuss des Kometen Tempel 1
mit einem Waschmaschinen-großen Projektil wurde das Innere des Kometen
freigelegt - ein Vorgang, der von der Muttersonde aus sicherer Distanz
beobachtet wurde.
Mit den jetzt gewonnenen Daten können erstmals die Oberflächenschichten und das Innere eines
Kometen analysiert werden. Da sich die im Kern des Kometen befindliche Materie in einem
noch völlig ursprünglichen Zustand befindet, erhoffen sich die Wissenschaftler neue
Hinweise auf
die Entstehungsphase unseres Sonnensystems.
Schon während des Anfluges auf den Kern von Tempel 1 lieferte das Projektil,
das sich am Sonntag von der Muttersonde gelöst hatte, Bilder des rund 14
Kilometer großen Kometenkerns. Sie gewährten einen eindrucksvollen Blick auf die
Oberfläche des "schmutzigen Schneeballs", die von Kratern übersät ist. Das
letzte Bild wurde nur drei Sekunden vor dem Einschlag übermittelt. Eine genaue
Auswertung der Bilder und Daten, die auch von zahlreichen anderen Teleskopen auf
der Erde, im Erdorbit sowie von der ESA-Sonde Rosetta gemacht wurden,
wird sich über mehrere Wochen und Monate hinziehen.