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MARS EXPLORATION ROVER
Rover Opportunity fährt wieder
von Stefan Deiters
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7. Juni 2005

Wenn man auf der Erde mit dem Auto liegen bleibt, ruft man den Pannendienst. Doch was macht man, wenn ein Marsrover im Sand feststeckt? Das NASA Jet Propulsion Laboratory hatte genau dieses Problem, schaffte es aber nun den Rover Opportunity wieder freizubekommen. Der Pannenservice aus 178 Millionen Kilometern Entfernung dauerte fünf Wochen.

Opportunity

Spuren im Sand: Der Marsrover Opportunity fährt wieder. Bild: NASA/JPL

Aus einer Entfernung von 178 Millionen Kilometern haben Techniker des NASA Jet Propulsion Laboratory fünf Wochen lang versucht, den Marsrover Opportunity aus einer sandigen Falle zu befreien. Jetzt ist es geschafft: Alle sechs Räder des Rovers sind wieder frei. "Nach einem nervenaufreibenden Monat ist das gesamte Team erleichtert und sehr  erfreut, dass die Räder des Rovers sich wieder auf dem Sand befinden und nicht zur Hälfte in ihm", so Jeffrey Biesiadecki vom Jet Propulsion Laboratory.

Opportunity war am 26. April in eine Düne aus Staub und Sand gefahren und die Räder des Rovers waren teilweise im Sand versunken. Sie haben sich seitdem zwar unermüdlich gedreht (entsprechend einer Wegstrecke von 192 Metern), doch zurückgelegt hat der Rover gerade einmal einen Meter.

Und das aus gutem Grund: Um Opportunity aus seiner misslichen Lage zu befreien, hat das Team den Rover zwischen dem 13. Mai und dem 4. Juni mit Bedacht und nur in winzigen abgestimmten Schritten bewegt. "Wir haben vorher sorgfältig getestet, wie wir Opportunity aus dem Sand bekommen. Und jeder Schritt, der vorher getestet wurde, wurde dann sorgfältig überwacht", erläutert Biesiadecki die Pannenhilfe aus der Ferne. "Wir hoffen, dass Opportunity schon sehr bald wieder das volle wissenschaftliche Untersuchungsprogramm aufnehmen kann."

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Die erste Aufgabe von Opportunity wird dann sein, genauer zu untersuchen, was für eine Art von Düne dem Rover eigentlich zum Verhängnis wurde. Früher ist der Rover ohne größere Probleme durch solche Windverwehungen gefahren. Eine Analyse soll nun zeigen, wie man die gefährlichen Dünen von den harmlosen Dünen unterscheiden kann, um so sicher weiter fahren zu können. "Danach werden wir vorsichtig weiter in Richtung Süden fahren", erläutert Dr. Steve Squyres von der Cornell University. "Der Süden verspricht nämlich wissenschaftlich am interessantesten zu sein."

Die beiden Marsrover Spirit und Opportunity sind Anfang 2004 auf dem Mars gelandet und sollten eigentlich nur 90 Tage funktionieren. Seitdem wurde die Mission der offenbar unverwüstlichen Rover mehrfach verlängert - zuletzt im April um weitere 18 Monate.

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