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ESA
Europas Weltraumorganisation wird 30
Redaktion / ESA
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1. Juni 2005

Die Europäische Weltraumorganisation, deren Mitgliedstaaten ihre Kräfte mit dem gemeinsamen Ziel der Nutzung und Erforschung des Weltraums bündeln, feierte am 31. Mai ihr dreißigjähriges Bestehen. Die Organisation stand - zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung - lange Zeit im Schatten der NASA, hat sich aber in den letzten Jahren mit überzeugenden Missionen eine weltweite Spitzenposition auf dem Gebiet der Weltraumfahrt erworben.

ESA-Hauptquartier

Die Hauptverwaltung der ESA in Paris. Foto: ESA / A. Gonin

Dabei deutete zu Beginn nichts auf eine europäische Erfolgsstory in der Raumfahrt hin. Die Welt war durch die beiden Großmächte in Einflussgebiete aufgeteilt, in denen entweder die Sowjetunion oder die USA politisch wie auch militärisch ihre Führungsrolle sowohl auf der Erde als auch im Weltraum nahezu unangreifbar umzusetzen verstanden. Und dennoch ist es Europa in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, auf vielen Gebieten der Erforschung und Nutzung des Weltraums nicht nur zu den beiden Großen aufzuholen, sondern mit ihnen gleichzuziehen und heute ein – hüben wie drüben – anerkannter Partner zu sein. Mehr noch: Heute verkörpert die ESA den Rang Europas als einer der großen Raumfahrtpioniere weltweit - insbesondere bei der Weltraumwissenschaft, der Erdbeobachtung, der Telekommunikation und den Raumfahrzeugträgern.

"Nach der Gründung der ESA am 31. Mai 1975 durch die Verschmelzung ihrer Vorgängerorganisationen ESRO und ELDO feiern wir heute 30 Jahre europäischer Weltraumtätigkeiten - welch ein Erfolg! Die ESA hat es geschafft, in so kurzer Zeit zu einer der renommiertesten Raumfahrtagenturen der Welt zu werden. Schlüssel zu dieser Erfolgsstory war die internationale Zusammenarbeit, in erster Linie zwischen den Mitgliedstaaten, aber auch mit anderen Raumfahrtmächten", so ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain gestern.

"Ich fühle mich außerordentlich geehrt und bin stolz, heute Generaldirektor dieser Organisation sein und ihren 30. Jahrestag in einem bereits an Erfolgen reichen Jahr feiern zu dürfen, darunter die Huygens-Landung auf Titan, der Start der neuen Ausführung der Ariane-5 und die Eneide-Mission zur Internationalen Raumstation, um nur einige zu nennen. Zu verdanken haben wir dies den Mitgliedstaaten, den Bediensteten und dem Auftragnehmerpersonal der ESA sowie all jenen in den nationalen Raumfahrteinrichtungen und in der Industrie in ganz Europa, die seit den Anfängen in den 60er Jahren an den Erfolg der ESA geglaubt und ihre Zeit und ihre Bemühungen dem Wachstum dieser Organisation gewidmet haben. Und wir werden in der Zukunft noch viele Projekte gemeinsam verwirklichen".

Im Licht ihrer Erfolge der letzten 30 Jahre verstärkt die ESA nun ihre Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, um die europäische Raumfahrt in den Dienst der EU-Politikbereiche und der europäischen Bürger zu stellen. Dadurch werden die gemeinsamen europäischen Anstrengungen in der Raumfahrt weiter konsolidiert und diese damit international dauerhaft wettbewerbsfähiger gemacht. Die Europäische Raumfahrtpolitik wird auf die wachsenden Ambitionen Europas abgestimmt. Vor allem in den Bereichen Verkehr, Umwelt, Sicherheit, Landwirtschaft und Technologie entwickelt sich die Raumfahrt zu einem wichtigen Feld europäischer Politik und wird sich verstärkt an den Bedürfnissen der Bürger Europas ausrichten. Da die Länder Europas zunehmend gemeinsam handeln, werden die Weltraumtätigkeiten in Zukunft unausweichlich ein weit größeres und integrierteres Unterfangen sein, und die ESA bereitet sich darauf vor, noch bedeutendere Aufgaben für Europa zu übernehmen.

Weiter zum zweiten Teil: Ein schwieriger Start

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