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Innerhalb von nur drei Wochen, am 16. Februar und am 9. März dieses Jahres, nahm die Raumsonde Cassini den Saturnmond Enceladus gleich zweimal ins Visier. Am 16. Februar passierte die Sonde den Trabanten in einem Abstand von 1.180 Kilometern, am 9. März in nur rund 500 Kilometer Entfernung. Der Mond entpuppte sich als aktive Eiswelt mit einer dünner Atmosphäre.
Der 1789 von Sir William Herschel, dem Entdecker des Planeten Uranus, entdeckte Mond hat einen Durchmesser von nur rund 500 Kilometern. Er ist unter den größeren Saturn-Monden der nach Mimas zweitinnerste Mond und umkreist Saturn innerhalb des E-Ringes. Enceladus hat mit über 90 Prozent das größte Reflexionsvermögen - nicht nur unter den Saturnmonden, sondern im gesamten Sonnensystem. Dies legt nahe, dass er über eine im wahrsten Sinne des Wortes eisige Oberfläche verfügt. Und in der Tat ergaben Messungen der Spektrometer der Sonde Cassini, dass die Oberfläche von Enceladus aus purem Wassereis besteht. Die Vermutung, dass auch Ammoniak, Kohlendioxid und andere Gase am Aufbau der Oberfläche beteiligt sind, konnte nicht bestätigt werden. Eine genauere Analyse der Daten könnte zwar noch zum Nachweis dieser Elemente führen, doch dann nur in Spuren. "Die Spektren sehen aus wie die von im Labor hergestellten Wassereis, was darauf deutet, dass das Eis sehr rein ist", sagte Dr. Roger N. Clark, Mitglied des Cassini-Wissenschaftsteams vom U.S. Geological Survey in Denver. Damit unterscheidet sich Enceladus deutlich von anderen Eismonden, wie zum Beispiel dem Jupitermond Europa, auf dessen eisiger Oberfläche verschiedene Salze nachgewiesen wurden oder den als "schmutzige Schneebälle" bezeichneten Kometen. Doch nicht nur die Spektrometer lieferten neue, "aufregende" Ergebnisse. Vor allem die bei den beiden Vorbeiflügen aufgenommenen Bilder begeistern die Wissenschaftler. Vor den beiden Vorbeifügen hatte nur Voyager 2 im August 1981 detailreiche Bilder der Enceladus-Oberfläche gemacht. Dadurch war schon vor Cassini bekannt, dass Enceladus eine der interessantesten Mondoberflächen im Sonnensystem besitzt. Immerhin sechs, in Bezug auf Alter und Struktur unterschiedliche Regionen konnten auf den Voyager Bildern kartiert werden, wobei die jüngste Einheit fast kraterfrei erschien. Damit war klar, dass Enceladus noch lange nach der Entstehung des Sonnensystems geologisch aktiv war - erstaunlich für einen so kleinen Himmelskörper. Doch seit auf dem Jupiter-Mond Io aktiver Vulkanismus nachgeweisen wurde, ist bekannt, dass ein Mond nicht nur durch den Zerfall radioaktiver Elemente, sondern auch durch Gezeitenkräfte aufgeheizt werden kann. "Cassini hat jetzt dieses Terrain mit einer zehn Mal besseren Auflösung als Voyager untersucht" sagt Dr. Carolyn Porco Teamleiterin am Space Science Institute in Boulder. Weiter zum zweiten Teil: Cassini entdeckt dünne Atmosphäre
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