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IAPETUS
Mächtiger Bergrücken am Äquator
von Stefan Deiters
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10. Januar 2005

Zum Jahreswechsel flog die Saturnsonde Cassini an dem mysteriösen Mond Iapetus vorüber,  der den Astronomen wegen seiner Helligkeitskontraste seit langem ein Rätsel ist. Die Bilder, die die Saturnsonde zu Erde sandte, zeigen weitere äußerst ungewöhnliche Strukturen - etwa einen 20 Kilometer hohen Bergrücken entlang des Äquators des Mondes.

Iapetus

Der auf dieser Aufnahme sichtbare Bergrücken verläuft nahezu exakt entlang des Mondäquators. [Großansicht]

Iapetus

Die eindrucksvolle Oberfläche von Iapetus in einer Aufnahme, die in etwa der wirklichen Farbgebung entspricht. Fotos: NASA /JPL

Der Bergrücken, über dessen Ursprung die Wissenschaftler rätseln, verläuft über eine Länge von 1.300 Kilometern mitten durch die dunkle Hemisphäre des Mondes und erreicht eine Höhe von bis zu 20 Kilometern. Kein anderer Mond im Sonnensystem verfügt über eine solch ungewöhnliche geologische Formation.

An einigen Stellen besteht der Rücken aus einzelnen Gipfeln, deren Höhe mit der von Olympus Mons auf Mars mithalten kann, der drei Mal höher als der irdische Mount Everest ist. Für einen Mond, der nur ein Fünftel der Größe des Mars hat, sind diese Größenordnungen durchaus überraschend.

Die nun entdeckten Strukturen machen den Trabanten, der mit einem Durchmesser von rund 1.400 Kilometern der drittgrößte Mond Saturns ist, noch mysteriöser. Seit seiner Entdeckung durch Jean-Dominique Cassini im Jahr 1672 rätseln die Astronomen über die Ursache für die so drastisch unterschiedliche Farbe der beiden Mondhälften: Eine erscheint dunkel wie eine frisch geteerte Straße, die andere weiß, wie von gerade gefallenem Schnee bedeckt.

Auf Bildern der Sonde Cassini sind nun filamentartige dunkle Streifen zu erkennen, die in den Grenzregionen zwischen den beiden Hemisphären in die hellen Bereiche hineinragen. Das deutet nach Ansicht der Forscher darauf hin, dass dunkles Material auf Iapetus hinabgeregnet sein muss. Woher es aber stammt, ist nach wie vor unklar. 

Vielleicht bringt der nächste Vorüberflug Cassinis an dem Saturnmond mehr Klarheit: Im September 2007 wird die Sonde deutlich dichter an Iapetus vorüberfliegen. Die Wissenschaftler erhoffen sich dann etwa 100 Mal detailreichere Aufnahmen als diejenigen, die sie gerade auswerten.

siehe auch
Cassini: Rendezvous mit mysteriösem Saturnmond Iapetus - 30. Dezember 2004
AstroLinks: Saturn
Links im WWW
Cassini, Projektseiten der NASA/JPL
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