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KOMETEN Komet Machholz als Weihnachtskomet von Hans Zekl für astronews.com 20. Dezember 2004 Die biblische Weihnachtsgeschichte wird oft mit einem Kometen in Verbindung gebracht, der im Neuen Testament als Stern von Bethlehem beschrieben wird. Diese Deutung ist zwar falsch, aber dennoch wird sie in vielen Abbildungen gern verwendet. Doch dieses Jahr wird zu Weihnachten tatsächlich ein Komet am Nachthimmel zu sehen sein.
Entdeckt wurde der Komet C/2004 Q2 von dem bekannten amerikanischen Kometenjäger Donald E. Machholz, Jr. am 27. August diesen Jahres. Es war nicht sein erster Komet. Zwischen 1978 und 1994 hatte er schon neun andere gefunden. Aber seitdem hatte er 1457 Stunden erfolglos nach seiner Nummer zehn verbracht, bis er den Kometen Machholz am Morgenhimmel mit seinem 15cm-Spiegelteleskop im Sternbild Eridanus aufspürte. Es stellte sich dann heraus, dass der Schweifstern schon früher fotografiert worden war. Am 27. Mai hielt ihn der australische Amateur Vello Tabur im Bild fest und schon vorher, am 15. Mai, den bekannten österreichischen Amateurastronomen Michael Jäger und Gerald Rhemann. Doch keiner von ihnen hatte ihn auf diesen Aufnahmen bemerkt. Immerhin war damit klar, dass der Komet seine Helligkeit nicht erst kürzlich gesteigert hatte, sondern sich normal verhielt.
Komet Machholz wird seinen kleinsten Abstand zur Sonne am 24. Januar erreichen
und sich ihr bis auf 180 Millionen Kilometer nähern. Da er aber am 5. Januar mit
etwa 52 Millionen Kilometer der Erde relativ nahe kommt, wird er zum
Jahreswechsel auch für das bloße Auge sichtbar sein. Letzte Bahnberechnungen
zeigen, dass er in rund 120.000 Jahren einmal die Sonne umrundet. Zur Zeit bewegt sich Komet Machholz tief am südlichen Himmel im Sternbild Eridanus, rechts unterhalb des Sternbilds Orion. In den nächsten Wochen wandert er, immer schneller werdend, steil nach Norden in Richtung der Sternbilder Stier und Perseus. Zu Weihnachten steht er gegen 22 Uhr 30 etwa 35 Grad über dem Horizont im Süden und kann mit meinem Fernglas problemlos beobachtet werden. Allerdings beeinträchtigt der Vollmond den Anblick etwas. Erst nach Silvester wird sein Einfluss genügend zurück gegangen sein, um nicht mehr zu stören. |
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