Die USA planen für 2008 einen ersten Mond-Orbiter, 2010 gefolgt von zwei
robotischen Mondlandefähren, die Bodenproben zur Erde zurück bringen sollen -
unter anderem aus dem südpolaren Aitken Bassin, dem größten und ältesten Krater
des Mondes. Ab 2015 sollen dann auch wieder Menschen auf dem Erdtrabanten
landen. Diesmal soll es im Gegensatz zu den Apollo-Missionen nicht bei
kurzzeitigen Aufenthalten auf dem Mond bleiben: Die Amerikaner planen eine
permanent besetzte Mondstation.
Ab 2020 wollen auch die Europäer bemannte Flüge zum Mond unternehmen, bereits ab
2014 soll zur Vorbereitung ein "Roboterdorf" entstehen, um die Nutzung lunarer
Ressourcen zu testen. Zur Vorbereitung sind für 2008 und 2010 Flüge unbemannter
Sonden zum Mond geplant.
Aber auch die "jüngeren" Weltraum-Nationen greifen nun nach dem Erdtrabanten.
Bereits 2007 will die Volksrepublik China ihren ersten Mond-Orbiter ins All
schießen, 2010 sollen zwei unbemannte Landungen erfolgen, darunter wie bei den
Amerikanern eine Sample-Return-Mission. Indien plant für 2008 den Start einer
Sonde, die ein Projektil in die Mondoberfläche schießen soll. Ein oder zwei
weitere Missionen könnten bis 2015 folgen. Die Japaner wollten bereits in diesem
Jahr ihre Mission Lunar-A auf den Weg schicken, die auch ein kleines Landemodul
enthält, im kommenden Jahr sollte ein weiterer Mond-Orbiter folgen. Doch eine
Serie von Fehlschlägen, technische Probleme und finanzielle Engpässe machen den
Fortgang des japanischen Mondforschungsprogramms gegenwärtig unsicher.
Keine Pläne für Forschungssonden oder gar bemannte Flüge zum Mond hat
gegenwärtig die ebenfalls von finanziellen Plänen geplagte russische
Weltraumbehörde. Doch das amerikanische Unternehmen Constellation Services
International hat Pläne für Touristenflüge zum Mond mit russischen Sojus-Kapseln
entwickelt und sondiert gegenwärtig in Russland die Möglichkeiten zur
Realisierung dieser Ideen. Ein Rundflug zum Mond - ohne Landung - mit einer
umgebauten Sojus-Kapsel würde danach etwa 100 Millionen Dollar kosten.