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SETI Rätselhaftes Signal verwirrt Astronomen von Rainer Kayser 3. September 2004 Außerirdische Botschaft oder Artefakt - diese Frage beschäftigt derzeit die Astronomen, die am SETI@home-Projekt beteiligt sind, bei dem Daten des weltgrößten Radioteleskops in Arecibo nach Botschaften von außerirdischen intelligenten Lebewesen durchsucht werden. Dreimal stießen sie nun schon auf ein bestimmtes Signal, für das es bislang keine Erklärung gibt. Noch glauben die Forscher allerdings nicht an einen "Kontakt".
"Es ist unwahrscheinlich, dass es sich um ein echtes Signal handelt", betont der Leiter von SETI@home, David Anderson, gegenüber dem Wissenschaftsmagazin New Scientist vorsichtig, "aber wir werden es selbstverständlich weiter beobachten." Die drei Messungen des Signals mit der 300 Meter großen Radioantenne in Arecibo, Puerto Rico, summieren sich insgesamt gerade einmal auf eine Minute Empfangszeit - zu wenig, um eine genaue Analyse zu ermöglichen. Im Rahmen von SETI@home beteiligen sich weltweit über eine Million Computernutzer mittels eines Bildschirmschoners an der Auswertung der von der Arecibo-Antenne empfangenen Daten (astronews.com berichtete wiederholt). Während andere verdächtige Signale nur ein oder zweimal auftauchten und sich dann nicht mehr aufspüren ließen, wurde das Signal aus der Fische/Widder-Region sogar stärker. Es besitzt eine Frequenz von 1420 Megahertz - eine der Hauptfrequenzen von Wasserstoff, dem häufigsten Element im Kosmos. Seit jeher vermuten die SETI-Forscher, dass Außerirdische etwaige Botschaften bevorzugt auf den Frequenzen des Wasserstoffs abstrahlen würden. |
URL des Artikels: http://www.astronews.com/news/artikel/2004/09/0409-003.shtml
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