Home  |  News  | Forum  |  Links  |  Kalender  | Glossar  | Frag astronews.com  | Über uns    
astronews.com  
Nachrichten
Home  : Nachrichten : Forschung : Artikel  [Druckansicht]

 
KOSMOLOGIE
Die Schatten der ersten Atome
von Rainer Kayser
5. Mai 2004

Amerikanische Astronomen schlagen vor, mit Radioteleskopen nach den "Schatten" der ersten Atome zu suchen, die im Kosmos entstanden sind. So könne man erstmalig Informationen über das "dunkle Zeitalter" des Universums gewinnen - jene Zeit zwischen Urknall und der Entstehung der ersten Sterne. In dieser Phase hat sich die Materie zu ersten Strukturen zusammengeballt, vermutlich unter dem Einfluss der mysteriösen "dunklen Materie" aus bislang unbekannten Elementarteilchen.

Erste Sterne

Das dunkle Zeitalters des Universums endete als sich aus den Wasserstoffwolken (hier rötlich dargestellt) ersten Sterne bildeten. Bild: David A. Aguilar, Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics

"Die kosmische Hintergrundstrahlung enthält eine Fülle von Informationen, aus denen wir etwas über die genauen Anfangsbedingungen des Kosmos erfahren können", erläutert Abraham Loeb vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge, Massachusetts. Gemeinsam mit seinem Kollegen Matias Zaldarriaga untersuchte Loeb, welche Auswirkungen die ersten Atome auf diese Hintergrundstrahlung hatten.

370.000 Jahre nach dem Urknall war das Universum so weit abgekühlt, dass sich erste Wasserstoff-Atome bilden konnten. Damit wurde der Kosmos zugleich durchsichtig für elektromagnetische Strahlung. Die damals freigesetzte Strahlung, das "Echo des Urknalls", sehen wir heute als kosmische Hintergrundstrahlung, durch die Expansion des Alls abgekühlt auf eine Temperatur von nur noch 2,7 Grad über dem absoluten Nullpunkt. Ein Teil diese Strahlung jedoch wurde im dunklen Zeitalter des Kosmos von den Wasserstoff-Atomen wieder absorbiert. Diese "Schatten" der Atome sollten nach Ansicht von Loeb und Zaldarriaga mit der kommenden Generation großer Antennenanlagen wie dem Square Kilometer Array nachweisbar sein.

So ließen sich noch Materieansammlungen im frühen Kosmos aufspüren, die damals nur 300 Lichtjahre groß waren. Gegenüber heutigen Techniken, die nach Temperaturschwankungen in der Hintergrundstrahlung sucht, ist dies eine Verbesserung der Auflösung um das Tausendfache. Allerdings ist die Suche nach den kosmischen Schatten nicht ganz einfach. Wasserstoff absorbiert Strahlung mit einer Wellenlänge von 21 Zentimetern. Aber durch die Expansion des Weltalls befindet sich diese Absorption heute in einem Wellenlängenbereich von 6 bis 21 Metern. Mit den heutigen Raditeleskopen lässt sich eine Absorption in diesem Bereich noch nicht aufspüren.

Suche | Kontakt | Hilfe
Nachrichten
Forschung
Galaxien: Relativitätstheorie stimmt auch auf großen Skalen

Sterne: Stellare Schwergewichte mit Wackelkontakt

Sterne: Rekordverdächtiges Weißes-Zwerg-Paar

Raumfahrt
ISS: Agenturchefs wollen Betrieb bis mindestens 2020

REXUS: Forschungsraketen erfolgreich gestartet

Leonardo: Weltraumcontainer soll Teil der ISS werden

Sonnensystem
Cassini: Der innere Aufbau von Titan

Erdklima: Ruhige Sonne verhindert Erderwärmung nicht

Erde: Kosmische Strahlung beeinflusst Klima nicht

Teleskope
Herschel: Organische Moleküle im Orion-Nebel

Chandra: Wie Schwarze Löcher Galaxien beeinflussen

VLT: Spektrographen in Serienproduktion

Amateurastronomie
Vesta: Asteroid fast mit bloßem Auge sichtbar

Mond & Mars: Großer Mond trifft roten Planeten

IYA2009: Veranstalter in Deutschland ziehen positive Bilanz

Bookmarken bei
Diesen Artikel bookmarken bei Webnews Diesen Artikel bookmarken bei Mister Wong Diesen Artikel bookmarken bei Google Diesen Artikel bookmarken bei yigg.de Diesen Artikel bookmarken bei furl Diesen Artikel bookmarken bei del.icio.us Diesen Artikel bookmarken bei facebook
10 Jahre astronews.com
 
an.c Home | Nachrichten | AstroNews4U | AstroLinks | AstroGlossar | Frag astronews.com
Forum | Sternenhimmel | Startrampe | TV-Guide | Bild des Tages | Suche | Über uns
Impressum | Werbung
 | Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2010. Alle Rechte vorbehalten.  [ Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung ] W3C
 
Werbung
Werbung
Werbung