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VENUS
Metallschnee auf den Bergspitzen
von Rainer Kayser
20. Februar 2004

Dass unser Nachbarplanet Venus ein nicht gerade gemütlicher Ort ist, auf dem wegen eines extremen Treibhauseffektes Temperaturen von mehreren hundert Grad herrschen, ist schon seit längerem bekannt. Jetzt fanden Forscher eine überraschende Erklärung für die glänzenden Bergspitzen auf der Venus: Auf den Bergen liegt Schnee.

Venus

Falschfarbenaufnahme der Venus: Liegt auf den Berggipfeln Metallschnee? Foto: NSSDC/NASA

Radarbilder der Venus zeigen, dass die höchsten Bergspitzen des Planeten von einer glänzenden Substanz bedeckt sind. Neue Modellrechnungen amerikanischer Forscher sprechen nun dafür, dass es sich bei diesem "Schnee" vermutlich um Schwefelverbindungen der Metalle Blei und Wismut handelt. Der metallische Schnee stammt wahrscheinlich von Vulkanausbrüchen.

"Wir haben die Gleichgewichtsbedingungen für 20 Spurenmetalle in der unteren Venusatmosphäre berechnet", beschreibt Laura Schäfer vom Planetary Chemistry Laboratory der Washington University in St. Louis die Arbeit ihres Forscherteams. "Dabei haben wir nach Substanzen gesucht, die in einer Höhe von 2,6 Kilometern kondensieren." Denn dort liege die "Schneegrenze" auf der Venus. Frühere Untersuchungen, so die Wissenschaftlerin, hätten chemische Reaktionen außer Acht gelassen. "Als wir die Chemie berücksichtigt haben, fanden wir schließlich Blei- und Wismutsulfid als beste Kandidaten."

Diese Stoffe, auch als Blei- und Wismutglanz bezeichnet, finden sich auch auf der Erde als Kondensate in der Umgebung von Vulkanen. Auf der Venus, die erheblich heißer ist als die Erde, bleiben die Sulfate länger im gasförmigen Zustand in der Atmosphäre erhalten. Erst wenn sie in eine genügende Höhe aufgestiegen sind, kondensieren die Stoffe und fallen als Schnee zurück auf die Planetenoberfläche.

siehe auch
AstroLinks: Venus
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