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EXTRASOLARE PLANETEN
Sternenbaby mit Planet
von Rainer Kayser
14. November 2003

Ein Stern, der selbst noch im Prozess seiner Entstehung ist, besitzt vermutlich bereits einen großen, jupiterähnlichen Planeten. Das zeigen jüngste Beobachtungen amerikanischer Astronomen mit einer neuartigen Technik, der so genannten "Auslöschungs-Interferometrie". Der Planet umkreist das erst wenige Millionen Jahre alte Sternenbaby im doppelten Abstand des Jupiter von der Sonne.

HD 100546

Der Stern HD 100546, aufgenommen im infraroten Wellenlängenbereich.  Foto:
UA Steward Observatory

"Wir beobachten hier ein Objekt, das gerade dabei ist, ein Hauptreihenstern zu werden - und erwischen es zugleich in der Phase der Planetenentstehung", freut sich Doktorand Wilson Liu von der University of Arizona, einer der an der Entdeckung beteiligten Forscher. Als Hauptreihensterne bezeichnen die Astronomen jene Sterne, in denen Wasserstoff zu Helium verbrannt wird. Dies ist die längste Phase im Leben eines Sterns, bei Sternen wie unserer Sonne dauert sie rund zehn Milliarden Jahre.

Bereits von früheren Beobachtungen her war bekannt, dass der Stern HD 100546, 335 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Fliege gelegen, von einer dichten Scheibe aus Staub und Gas umgeben ist. Die neuen Beobachtrungen von Liu und seinen Kollegen zeigen nun, dass sich in dieser Scheibe eine große Lücke befindet - leergefegt, so vermuten die Forscher, von der Schwerkraft eines großen Planeten.

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Die Entdeckung dieser Lücke war nur mit einer neuen Technik möglich, die es erlaubt, Einzelheiten in unmittelbarer Nähe des Sterns sichtbar zu machen. Dazu wird mit Hilfe eines Zusatzspiegels im Teleskop das Licht des Sterns so zur Überlagerung gebracht, dass es sich nahezu vollständig auslöscht. Nur so ist es möglich, die erheblich schwächer als der Stern leuchtende Gas- und Staubscheibe sichtbar zu machen. Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA will diese Auslöschungs-Interferometrie in einigen Jahren bei dem Terrestrial Planet Finder einsetzen, um erdähnliche Planeten bei anderen Sternen nachzuweisen.

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