"Die Entdeckung zeigt, wie sehr sich unsere Instrumente in den
vergangenen 20 Jahren verbessert haben", erklärt Mark Showalter von der
Stanford University, einer der beteiligte Forscher. "Wir sind jetzt in
der Lage, selbst so kleine Objekte über eine Entfernung von 2,8
Milliarden Kilometer hinweg nachzuweisen." Die Monde leuchten 40
Millionen Mal schwächer als der Uranus und sind dunkler als Asphalt.
Der größere der beiden neu entdeckten Monde umkreist Uranus alle 22
Stunden in einem Abstand von 98.000 Kilometern. Der kleinere Mond
benötigt 15 Stunden für einen Umlauf in 75.000 Kilometern Abstand.
Dieser Mond ist der kleinste Uranusmond, der bislang gefunden wurde. Er
umkreist den Uranus gemeinsam mit einem Schwarm von elf weiteren Monden,
die bereits von der Raumsonde Voyager entdeckt worden waren.
Bislang ist unklar, wie ein solcher Satellitenschwarm über längere Zeit
hinweg stabil bleiben kann. Die gegenseitigen Anziehungskräfte sollten
die Bahnen der Monde stören. Die Forscher wollen nun mit Hilfe weiterer
Beobachtungen die Bahnen der Monde zu vermessen. "Das wird uns zeigen,
wie die Monde miteinander wechselwirken und wie ein solches dicht
bevölkertes System von Monden stabilisiert werden kann", so Showalter.