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HUBBLE
Drei Optionen für Hubbles Zukunft
von Rainer Kayser
15. August 2003

Eine Zeit ohne Hubble-Weltraumteleskop oder einen noch leistungsfähigeren Nachfolger - für Astronomen kaum vorstellbar. Eine von der NASA eingesetzte Kommission würde Hubble am liebsten bis weit ins nächste Jahrzehnt betreiben. Allerdings könnten die Folgen der Columbia-Tragödie dieses Vorhaben unmöglich machen.

Halley'scher Komet

Das Weltraumteleskop Hubble. Foto: NASA

Das Weltraumteleskop Hubble sollte nach Möglichkeit bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein in Betrieb bleiben. Diesen Wunsch äußern Astronomen in einem jetzt im Auftrag der NASA erstellten Expertenbericht zur Zukunft von Hubble. Parallele Beobachtungen mit Hubble und seinem Nachfolger, dem James Webb Space Telescope (JWST) wären nach Ansicht der Forscher von unschätzbarem Wert. Die Kommission empfiehlt der NASA drei unterschiedliche Optionen für Hubbles Zukunft.

Die von den Experten bevorzugte Option sieht zwei weitere Service-Missionen mit dem Space Shuttle in den Jahren 2005 und 2010 vor, um das Weltraumteleskop in Betrieb zu halten und mit modernisierten Instrumenten auszustatten. So wäre auch eine Überschneidung mit dem voraussichtlich 2011 startenden JWST möglich. Die Experten weisen zugleich auf mögliche Startverzögerungen des JWST hin. Eine frühzeitige Aufgabe Hubbles würde dann eine jahrelange Lücke in den Beobachtungsmöglichkeiten der Astronomen hinterlassen.

Option 2 sieht eine einzige Service-Mission im Jahr 2006 vor. Dabei könnten einige Instrumente und die Kreisel zur Lagekontrolle von Hubble ausgetauscht werden. Nach Ende der wissenschaftlichen Nutzbarkeit soll das Weltraumteleskop dann mit Hilfe eines während der Servicemission installierten Motors zum Absturz gebracht werden.

Die dritte Option schließlich geht davon aus, dass keine weiteren Shuttle-Missionen zur Wartung Hubbles mehr möglich sind. Das Problem: Bedingt durch die Umlaufbahn des Teleskops könnte eine Raumfähre im Fall von Beschädigungen nicht die Internationale Raumstation ISS erreichen - eine Möglichkeit, die nach Ansicht der Untersuchungskommission des Columbia-Unglücks zukünftig gegeben sein sollte, falls keine Reparaturmöglichkeiten im All bestehen.  Für diese Situation empfiehlt die Kommission die Anbringung eines Motors im Rahmen einer robotischen Mission. Damit könnte Hubble dann nach Ende seiner Nutzbarkeit wie in Option 2 zum Absturz gebracht werden.

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