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VLT
Hot Spots in 3C 445
von Rainer Kayser
26. November 2002

Mit Hilfe des europäischen Very Large Telescope gelang Astronomen der Blick in einen kosmischen Teilchenbeschleuniger. Er gehört zu einem gewaltigen Strom aus Partikeln, der aus dem Kern der rund eine Milliarde Lichtjahre entfernten Radiogalaxie 3C 445 ins All schießt.

3C 445

Hot Spot des kosmischen Jets der Radiogalaxie 3C 445, beobachtet mit dem Very Large Telescope. Foto: ESO [Details und Übersicht]

Das bislang schärfste Infrarotbild eines "kosmischen Teilchenbeschleunigers" konnten Astronomen aus Italien, den Niederlanden und Deutschland mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile gewinnen. Die Bilder zeigen die vom Plasmastrahl der Radiogalaxie 3C 445 ausgelöste Schockfront in der intergalaktischen Materie. Auf dem Infrarotbild sind mehrere "Hot Spots" zu erkennen, die zeigen, dass bislang unbekannte physikalische Prozesse dort zu einer Beschleunigung von Elektronen führen.

3C 445 befindet sich rund eine Milliarde Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Wassermann. Im Zentrum der Galaxie befindet sich ein supermassives Schwarzes Loch, das für die Aktivität der Galaxie verantwortlich ist. Unter anderem zeigt 3C 445 zwei Plasmastrahlen ("Jets"), die aus dem Kern der Galaxie herausschießen. Dort, wo diese Strahlen auf das Gas zwischen den Galaxien treffen, entstehen gewaltige Schockfronten. Eine dieser Schockfronten haben die Forscher nun mit dem VLT im Infraroten beobachtet.

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Dabei zeigten sich drei helle Emissionsgebiete, so genannte "Hot Spots". Die zentrale Region ist dabei jenes Gebiet, in dem der Plasmastrahl auf das intergalaktische Medium trifft. Die beiden anderen Regionen sind rund 15.000 Lichtjahre von dem zentralen "Hot Spot" entfernt. Die Astronomen sind davon überzeugt, dass dort durch sekundäre Prozesse Elektronen auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigt werden. Wie es zu diesem Vorgang kommt, ist allerdings unklar und soll nun weiter erforscht werden.

 

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