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ASTEROIDEN
Spionagesatelliten messen Asteroidengefahr
von Rainer Kayser
21. November 2002

Rund einmal im Jahr dürfte nach neuesten Auswertungen von Satellitendaten die Erde von einem Asteroiden getroffen werden, der bei seiner Explosion in der Atmosphäre ungefähr ein Drittel der Energie der Hiroshima-Bombe freisetzt. Noch größere Einschläge scheinen aber etwas seltener zu sein, als bislang angenommen wurde.

Asteroiden-Einschlag

Spionagesatelliten lieferten neue Daten über die Gefahr von Asteroiden-Einschlägen. Bild: NASA

Rund alle 400 Jahre wird die Erde von einem 30 bis 50 Meter großen Asteroiden getroffen. Das ist das Ergebnis einer jetzt im Fachblatt Nature veröffentlichten Untersuchung, die auf Beobachtungen der irdischen Atmosphäre mit amerikanischen Spionagesatelliten beruht. Ein Einschlag dieser Größenordnung hatte 1908 in Sibirien ein rund 2.000 Quadratkilometer großes Gebiet verwüstet. Bisherige Schätzungen waren von einem derartigen Einschlag alle 200 bis 300 Jahre ausgegangen. Der Leiter des Forschungsteams, Peter Brown von der Western Ontario University, betont allerdings, dass die Studie lediglich einen unteren Grenzwert für die Asteroidengefahr liefert: Systematische Schwankungen der Asteroidenhäufigkeit über längere Zeiträume könnten zu einer größeren Zahl von Einschlägen führen.

"Wir benutzen die Hochatmosphäre der Erde als Detektor für kleine Asteroiden und Kometen, indem wir nach den hellen Lichtblitzen suchen, die diese beim Eindringen in die Lufthülle erzeugen", erläutert Brown das Verfahren der Forscher. Brown und seine Kollegen nutzten für ihre Studie amerikanische Satelliten, die ständig Ausschau nach Nuklearexplosionen auf der Erdoberfläche und in der Atmosphäre halten. Innerhalb von acht Jahren registrierten die Forscher rund 300 Lichtblitze in der Hochatmosphäre durch eindringende Himmelskörper.

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Daraus schließen Brown und seine Kollegen, dass die Erde im Mittel einmal pro Jahr von einem Asteroiden getroffen wird, der bei seiner Explosion in der Atmosphäre eine Energie von rund fünf Kilotonnen TNT freisetzt. "Unser Verfahren ist ideal, um Objekte im Größenbereich von einem bis zu zehn Metern nachzuweisen", betont Brown. Solche kleinen Himmelskörper können mit Teleskopen nicht aufgespürt werden.

 

 

siehe auch
AstroLinks: Asteroiden
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