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ERDE
Irdisches Gestein auf dem Mond
von Rainer Kayser
22. Oktober 2002

Seit den Tagen ihrer Entstehung ist die Erde ständigen Veränderungen unterworfen: Die Verschiebung der Kontinentalplatten und Witterungseinflüsse haben dafür gesorgt, dass es aus der Frühphase unseres Heimatplaneten kaum noch Zeugnisse gibt. Vielleicht aber, so spekulieren Forscher,  könnte man Relikte aus dieser Zeit woanders aufspüren: auf dem Mond.

Erde / Mond

Liegt auf dem Mond der Schlüssel zur Frühgeschichte unserer Erde? Foto: NSSDC/NASA

Der Schlüssel zur Frühgeschichte unserer Erde liegt möglicherweise auf dem Mond. Auf einer Fachtagung in Chania auf Kreta diskutierten Astronomen und Geowissenschaftler unter anderem über die Möglichkeit, auf dem Erdtrabanten unveränderte Überreste der Erde aus der Zeit vor vier Milliarden Jahren aufzuspüren. Einschläge von Asteroiden und Kometen haben damals irdische Trümmerstücke zum Mond geschleudert. Während auf der Erde Witterungseinflüsse und tektonische Aktivität nahezu alle Spuren der Entstehungsphase des Planeten verwischt haben, könnten die Trümmerstücke auf dem Mond unverändert die Jahrmilliarden überdauert haben.

Mit rund 20.000 Tonnen irdischen Materials pro 100 Quadratkilometern Mondoberfläche rechnen die Experten. Diese Brocken aufzuspüren wäre freilich alles andere als einfach. "Es wäre wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen", meint Nasa-Experte David McKay. "Wir müssten Roboter entwickeln, die unter Tausenden oder gar Millionen von Gesteinsbrocken jene ausfindig machen, die irdischen Ursprungs sind." Dies ließe sich zum Beispiel daran erkennen, dass das Gestein hydrierte Materialien enthielte, Mineralien also, bei denen Wasser in die Molekülstrukturen eingebaut ist.

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Bis vor 3,8 Milliarden Jahren war die junge Erde einem heftigen Bombardement durch Asteroiden und Kometen ausgesetzt. In Sedimentschichten aus der Zeit am Ende dieses Bombardements finden sich bereits Spuren organischer Aktivität. Wie aber konnte so schnell Leben auf der Erde entstehen? Viele Experten glauben, dass Kometen organische Moleküle zur Erde transportiert und so dem Leben zu einem schnellen Start verholfen haben. Irdisches Gestein aus dieser Zeitphase könnte dabei helfen, diese These zu überprüfen.

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