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KOMETEN
Der spektakuläre Zerfall von 57P
von Stefan Deiters
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26. Juli 2002

Astronomen der Universität von Hawaii haben entdeckt, dass der Komet 57P/du Toit-Neujmin-Delporte von mindestens 19 kleinen Minikometen verfolgt wird. Ursache dafür dürfte eine Katastrophe auf dem schmutzigen Schnellball gewesen sein, die zu einem Abbrechen der Teile vom Kometenkern geführt hat.

57P

Der Komet 57P/du Toit-Neujmin-Delporte aufgenommen mit dem 2.2 Meter-Teleskops auf dem Mauna Kea. Die einzelnen Fragmente sind mit Kreisen markiert. Foto: Yan Fernandez / Universität von Hawaii [Gesamtansicht]

Dank neuer Beobachtungen mit dem 2,2 Meter-Teleskop auf dem Mauna Kea auf Hawaii haben drei Astronomen von der Universität von Hawaii einen regelrechten Zoo von Minikometen entdeckt, die sich wie auf einer Schnur auf der Bahn des Kometen 57P/du Toit-Neujmin-Delporte aufreihen. Grund dafür sind nach Ansicht der Forscher um Yanga R. Fernandez dramatische Ereignisse auf dem Kometen, die dafür gesorgt haben, dass die Teile vom Kern von 57P abgebrochen sind. Vermutlich hat dies mit der Aufheizung des Kometen in der Nähe der Sonne zu tun. Kleinere Begleiter von Kometen sind keinesfalls ungewöhnlich, doch ist die jetzt entdeckte Anzahl von mindestens 19 Fragmenten eher selten. Das Studium dieser Bruchstücke in den nächsten Monaten sollte den Forschern einiges über die Zusammensetzung des Kometenmaterials verraten.

Aufmerksam geworden waren die Astronomen auf 57P/du Toit-Neujmin-Delporte durch frühere Berichte, nach denen der Komet einen bislang unbekannten Begleiter haben soll. So machten die Wissenschaftler an zwei Nächten in der vergangenen Woche detaillierte Aufnahmen von der Himmelsregion um 57P und fanden den Zoo von Kometenfragmenten.

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Durch den Vergleich der Bewegung der Bruchstücke mit der von Hintergrundsternen konnten die Forscher die Zugehörigkeit zu 57P nachweisen. Die Reihe der Fragmente ist über eine Millionen Kilometer lang. Wie groß die einzelnen Bruchstücke sind, können die Astronomen nicht sagen: Die größten dürften einen Durchmesser von kaum mehr als einigen Hundert Metern haben, während die kleinsten Teile etwa die Größe eines Hauses aufweisen dürften.

Zu seinem Namen ist der Komet 57P/du Toit-Neujmin-Delporte durch seine drei Entdecker gekommen, die das Objekt 1941 entdeckten. Die anfängliche Nummer bezieht sich auf eine Liste von wiederkehrenden Kometen, die mit 1P, dem Halley'schen Kometen, beginnt. 57P ist am Himmel ein Objekt 15. Größenklasse und daher weder mit bloßem Auge und auch nicht mit einem Fernglas zu beobachten.

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