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ESO
Auch die Briten sind jetzt dabei
von Stefan Deiters
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10. Juli 2002

Für die britische Astronomie war der 8. Juli ein ganz besonderer Tag: Auf einer Sitzung in London begrüßten die neun Mitgliedsstaaten der Europäischen Südsternwarte (ESO) Großbritannien als neues Mitglied. Den britischen Astronomen stehen nun Weltklasse-Teleskope wie das Very Large Telescope in Chile offen.

VLT

Das Very Large Telescope auf dem Gipfel des Paranal in Chile. Foto:  ESO

Mit Großbritannien tritt ein in der Astronomie führendes Land einer der größten astronomischen Organisationen bei. Davon dürften beiden Seiten profitieren: Die Briten können in Zukunft die einmaligen Teleskopanlagen der ESO in Chile nutzen und werden an den zukünftigen Entwicklungen, wie dem 100-Meter Overwhelmingly Large Telescope (übersetzt etwa: wahnsinnig großes Teleskop)  und dem ALMA-Array, beteiligt sein.

"Der Beitritt zur ESO ist gut für die Wissenschaft in Großbritannien und meiner Ansicht nach auch für Europa", so der Astronomer Royal Sir Martin Rees. "Wir sind nun bei allen Zukunftsentwicklungen für neue Großteleskope dabei. Unser Engagement bei der ESO dürfte die Chancen steigern, dass Europa bei diesen anspruchsvollen Projekten einen entscheidenden Vorsprung vor den USA aufbauen kann."

Auch die ESO-Generaldirektorin Dr. Catherine Cesarsky freut sich über das neue Mitglied: "Als die ESO vor fast 40 Jahren gegründet wurde, hatte sich Großbritannien entschieden, eigene Forschungseinrichtungen aufzubauen und der ESO nicht beizutreten. Durch die beeindruckenden technischen Entwicklungen seit dieser Zeit und die Rolle der ESO als führende europäische Forschungsorganisation wurden unsere britischen Kollegen davon überzeugt, dass es ein großer Vorteil sein kann, einer starken europäischen Astronomie-Organisation anzugehören."

Zur ESO gehören neben Großbritannien die Länder Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Portugal, Schweden und die Schweiz. Weitere Länder haben inzwischen ihr Interesse an einem Beitritt bekundet.

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